Rucksäcke voller guter Ratschläge und Hilfen

Gruppenbild mit Sponsor Sparkasse, vertreten durch Direktor Udo Lütteken (2.v.r.). Mit 15 000 Euro unterstützt das Geldinstitut das Projekt „Rucksack in der Grundschule“.

LÜDENSCHEID ▪ Was vor drei Jahren an der Knapper und der Tinsberger Grundschule begann, hat inzwischen weitere Kreise gezogen und auch die West- und die Pestalozzi schule erfasst: das Projekt „Rucksack in der Grundschule“.

Stadtteilmütter, die selbst Kinder an den Schulen haben, helfen in der 1. und 2. Klasse anderen Müttern mit Migrationshintergrund bei der Sprachförderung und Elternbildung. Thematisch begleiten sie den Unterricht und ergänzen ihn mit verschiedenen Hilfestellungen: Sie basteln mit den Müttern, stellen Bücher vor, lesen und geben Ratschläge, welche Freizeitangebote es in Lüdenscheid gibt, besuchen die Bücherei oder das Museum, nehmen an einer Stadtführung teil.

„Es geht darum, den Kindern einen guten Start in die ersten zwei Schuljahre zu verschaffen, auf dem sie dann weiter aufbauen können. Denn Bildung ist der Schlüssel, um teilzuhaben am Leben in der Stadt und später am Berufsleben“, weiß Susanne Diebel von der Volkshochschule. Sie betreut das Projekt, das überall gut ankommt und auch die kommissarische Schulleiterin der Knapper Schule, Bettina Göldner überzeugt: „Der Austausch zwischen den Stadtteilmüttern und dem Kollegium ist ein weiterer wichtiger Aspekt.“

10 bis 13 türkische Mütter treffen sich wöchentlich für zwei Stunden in der Knapper Schule. In der Westschule und der Pestalozzischule ist das Projekt noch im Aufbau und wächst Zug um Zug. Mit großem Elan sind Seyhun Özince, Nurcan Arikan, Zakia El Khattabi, (Knapper Schule), Elif Sahin und Kadriye Koska (Tinsberger Schule) sowie Elif Baycan (Pestalozzischule) und Yagmur Boumazouz (Westschule) bei der Sache. Auch der Kontakt der Mütter untereinander ist ihnen wichtig. Persönliche Tipps stärken ihr Selbstbewusstsein.

Informationen und Material zu den Unterrichtsthemen bekommen die Mütter in ihrer Herkunftssprache. „So können sie ihren Kindern in der Muttersprache helfen, was es den Kindern wiederum leichter macht, Deutsch als zweite Sprache zu erlernen“, betont Susanne Diebel. Wer die Muttersprache beherrsche, lerne die zweite Sprache müheloser.

„Die Unterstützung des Projekts in Höhe von 15 000 Euro durch die Sparkasse ist gut investiertes Geld“, zeigte sich Sparkassen-Direktor Udo Lütteken überzeugt, ebenso wie Ulrich Kilo, Fördervereinsvorsitzender der VHS.

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