Unterschriftensammlung

Frauen protestieren gegen gekürzte Sauna-Zeiten

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Roswitha Freisewinkel setzt sich dafür ein, dass der Frauentag im Saunadorf nicht um zwei Stunden gekürzt wird.

Lüdenscheid - „Ein Saunabesuch ab 16 Uhr lohnt sich nicht mehr, da ist der Nachmittag ja schon halb gelaufen“, findet Roswitha Freisewinkel. Zusammen mit anderen Besucherinnen des montäglichen Frauentages protestiert die Lüdenscheiderin deshalb mittels einer Unterschriftensammlung gegen die Änderungen der Öffnungszeiten des Saunadorfs ab Juli.

Die hatten im Februar Harald Metzger, Verwaltungsratsvorsitzender des Bäderbetriebs Lüdenscheid, und Friedrich-Wilhelm Schmidt-Werthmann, für die Bäder zuständiger Abteilungsleiter, bekannt gegeben und als Grund einen Besucherrückgang und damit verbundene wirtschaftliche Sorgen genannt. 

Demzufolge öffnet die Saunalandschaft dann montags und donnerstags nicht mehr wie gewohnt um 14 Uhr, sondern zwei Stunden später. Dienstags und mittwochs bleibt sie ganz geschlossen. „Für die Änderungen habe ich kein Verständnis“, sagte Freisewinkel im LN-Gespräch. „Der Einzeleintritt kostet 22,50 Euro. Das ist eine ganz schöne Summe. Und für den gleichen Betrag haben wir dann weniger Zeit.“

181 Frauen haben bereits unterschrieben, nachdem Freisewinkel regelmäßig montags zwischen den Aufgüssen dafür geworben hatte. Wie ein Blick auf die Liste zeigt, kommen die Unterstützerinnen der Aktion nicht nur aus Lüdenscheid und dem Märkischen Kreis, sondern beispielsweise auch aus Bochum, Essen, Herdecke, Siegen und Netphen. „Wenn die Frauen von außerhalb vier oder fünf Durchgänge und zwischendurch Ruhepausen machen, wird es für sie viel zu spät, wenn sie erst um 16 Uhr anfangen können“, nannte Freisewinkel eines der Argumente. „Viele wollen abends nicht mehr über die Autobahn fahren.“

Dazu kommt, so findet die Lüdenscheiderin, die dem Saunadorf seit der Eröffnung treu ist, dass die Gäste im Sommer zwischen den Aufgüssen nichts mehr von der Sonne haben. „Wenn man erst um 16 Uhr anfängt, ist man doch erst gegen 17 Uhr mit dem ersten Durchgang fertig. Da ist die Sonne schon fast weg und man braucht sich nicht mehr draußen auf die Liege legen.“

Der Frauentag ist Freiswinkels Herzensangelegenheit. Um für dessen unveränderten Erhalt zu kämpfen, hat sie die Unterschriftenliste gestern für Schmidt-Werthmann bei den Stadtwerken abgegeben.

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