Gewerbepark Rosmart soll offen für alle sein

Bild mit Symbolcharakter: Das Gewerbegebiet Rosmart leidet sichtlich unter jahrelangem Desinteresse von Bauwilligen.

LÜDENSCHEID - Der von Lüdenscheid, Werdohl und Altena gemeinsam betriebene Gewerbepark Rosmart soll auch für Ansiedlungen auswärtiger Betriebe geöffnet werden. Das forderte am Montag Jens Braeuker, Sprecher der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT Südlicher Märkischer Kreis.

Wenn bisher die Regelung gelte, dass sich nur Interessenten aus den drei Städten in dem interkommunalen Gewerbegebiet niederlassen dürfen, „dann sollte man das schnellstens den Gegebenheiten anpassen“, sagte Braeuker auf Anfrage. Absolut bindend könnte die Beschränkung jedenfalls nicht sein: „Sonst hätte man nicht über die Aldi-Ansiedlung debattieren können – Aldi kommt ja auch nicht aus Lüdenscheid, Altena oder Werdohl.“

Weitere millionenschwere Zuzahlungen verhindern

Erst kürzlich hatte die MIT kritisiert, dass die Städte zum Ausgleich der Defizite der Gewerbepark Rosmart GmbH fast 1,2 Millionen Euro aufbringen müssen,  432 000 davon entfallen auf Lüdenscheid (wir berichteten). Um weitere millionenschwere Zuzahlungen zu verhindern, müsse das Gebiet vermarktet werden – auch überregional.

„Bei der Planung des Drei-Städte-Projekts hatte die Beschränkung auf eigene Betriebe ihren Sinn“, erinnert Jens Braeuker daran, wie schnell zu guten Konjunkturzeiten das Gewerbegebiet Römerweg gefüllt war. „Damals wollte man mit Rosmart und Wibschla Reserveflächen für wachsende heimische Unternehmen schaffen.“

Hier lagen auch die Wurzeln des zuletzt in die Kritik geratenen Modells einer Geschäftsführung aus drei Wirtschaftsförderern der beteiligten Städte. „Auch das war damals richtig“, meint Braeuker, „denn diese Verwaltungsmitarbeiter waren die vertrauten Ansprechpartner für die Betriebe am Ort, die es jetzt nach Rosmart zu bringen galt.“
Doch als der Gewerbepark Jahre später so weit war, hatten viele Betriebe ihre Ausdehnungspläne längst um-, aus- oder abgesetzt. So kam es bis heute nur zu einer spärlichen Besiedlung.

Es soll einen aktuellen Interessenten geben

Immerhin soll es laut dem Werdohler Bürgermeister Siegfried Griebsch einen aktuellen Interessenten geben. In Werdohl fordert eine Bürgergemeinschaft inzwischen allerdings auch, dass sich ihre Stadt aus dem Gewerbepark-Projekt zurückzieht. - hgm

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