Rosmart-Planungen werden in Lüdenscheid vorangetrieben

Rosmart-Erweiterung: Grünes Licht für neues Gutachten - in nicht-öffentlicher Sitzung  

Lüdenscheid Rosmart Gewerbegebiet
+
Führen alle Wege ins Gewerbegebiet Rosmart? Zumindest bei der geplanten Erweiterung gehen die beteiligten Städte den nächsten Schritt.

Nachdem Umweltbericht und Artenschutzvorprüfung aus Sicht der Gutachter kein „Totschlagkriterium“ geliefert haben, werden die Planungen für die Erweiterung des Gewerbegebiets Rosmarts weiter vorangetrieben – zumindest für die erste Ausbaustufe auf Lüdenscheider und Altenaer Stadtgebiet. Der nächste Schritt ist ein weiteres Gutachten.

Lüdenscheid/Altena –Im nicht-öffentlichen Teil der gemeinsamen Sitzung von Klimaschutz- und Stadtplanungsausschuss am Mittwoch im Kulturhaus beschlossen die Mitglieder, eine weitere Untersuchung in Auftrag zu geben. Gegenstand der Untersuchung ist diesmal die technische Erschließung des interkommunalen Gewerbegebietes.

Die Ausschreibung ist bereits erfolgt, ein Gutachterbüro gefunden. Die politische Zustimmung aus Lüdenscheid liegt nun vor. Weil sich nach Angaben der Stadt Lüdenscheid auch Altena an den Kosten des neuerlichen Gutachtens beteiligt, muss auch hier noch politisch abgestimmt werden. Zur Höhe der veranschlagten Kosten machte Fachbereichsleiter Martin Bärwolf keine Angaben. Innerhalb von drei Monaten nach Beauftragung sollen die Ergebnisse vorliegen – also noch im ersten Quartal 2021.

Wie auch der Umweltbericht ist das neue Erschließungsgutachten formaler Bestandteil des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans von „Wald“ in „Gewerbliche Baufläche“. Aufgrund der in Bevölkerung und Politik umstrittenen Pläne für ein neues interkommunales Gewerbegebiet haben die Gremien der beteiligten Städte die Gutachten vorgezogen. „Damit wollen wir vor einer möglichen Änderung des Flächennutzungsplans beantworten, ob es Totschlagkriterien gibt, die uns an der Umsetzung der Rosmart-Erweiterung hindern“, sagt Martin Bärwolf.

Finanzielle Hürden könnten das Projekt stoppen

Theoretisch sei es auch möglich, dass nicht ökologische Aspekte, sondern finanzielle Hürden das Projekt stoppten, erklärte der Fachbereichsleiter. Mit anderen Worten: Ist die Umsetzung zu teuer, lassen die Städte die Finger von Rosmart 2.0.

Der Auftrag an das Gutachterbüro ist daher klar: Die Experten sollen ermitteln, wie die „Baureifmachung“ in der ersten Ausbaustufe des Gewerbegebiets umgesetzt werden kann. Erwartet wird auch eine überschlägige Kostenbetrachtung für die Erschließung mit Straßen und Versorgungsleitungen sowie die Versickerung in hügeligem Terrain.

Die vorgelegte Machbarkeitsstudie zur Rosmart-Erweiterung sieht vor, die neuen Gewerbeflächen vom Kreisverkehr Brunscheider Straße/Hemecker Weg aus zu erschließen. Bei Bedarf kann durch die Gutachter aber auch eine alternative Erschließung untersucht werden. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare