Rosmart 2.0: Lüdenscheider Fraktionen von Kehrtwende überrascht

Lüdenscheid – Nach dem Ausstieg der Werdohler SPD-Fraktion aus dem Vorhaben „Rosmart 2.0“ stellt sich nun auch in Lüdenscheid die Frage, wie es mit der Ausweisung neuer Gewerbeflächen beziehungsweise der Erweiterung des Gewerbeparks weitergeht.

Eine entsprechende Anfrage richtet daher auch Ratsherr Michael Thomas-Lienkämper (LLL) an den Rat der Stadt. 

„Da wir die Planungen seinerzeit abgelehnt haben, ist es für uns nun natürlich besonders interessant und wichtig, wie die Stadt Lüdenscheid auf die neue Entwicklung reagiert“, schreibt Thomas-Lienkämper und fragt:

Wie ist die Reaktion von Seiten der Stadtverwaltung auf diese Entscheidung? Gibt es eine Reaktion? 

Was bedeutet die Entscheidung der Werdohler SPD für die Planungen aus Lüdenscheider Sicht?

In seiner März-Sitzung hatte der Rat der Stadt mehrheitlich der Erweiterung des Gewerbegebietes Rosmart um zunächst elf Hektar zugestimmt, eine Machbarkeitsstudie sollte der nächste Schritt sein. 

Die Grünen, Die Linke und die Alternative für Lüdenscheid sprachen sich dagegen aus und folgten damit den Bedenken der Anlieger. Bekanntlich hatten sich diese in der Initiative „Pro Brunscheider Höhen“ formiert und sich in Protesten gegen die Ausweitung der Gewerbeflächen ausgesprochen. 

Den Vorstoß der Werdohler SPD wertet die Initiative als „ersten zählbaren Erfolg“, betont aber auch: „Unsere Aktivitäten sind noch lange nicht beendet.“ Es stelle sich nun die Frage, ob das Projekt für Lüdenscheid und Altena allein wirtschaftlich lohnend sei.

„Wir sind von der Entscheidung überrascht worden“, erklärte vorgestern SPD-Vorsitzender Fabian Ferber. Für ihn und seine Partei gehe es nun nicht nur darum, über die betroffene Fläche zu sprechen, sondern das „Gesamtpaket“ zu diskutieren – im Hinblick auf den Klima- und Umweltschutz, aber auch die Notwendigkeit neuer Flächen. „Es wird also darum gehen, was tatsächlich noch gebraucht wird und welche Umweltstandards dabei gesetzt werden. Wir müssen uns fragen, welche Qualität die Gewerbeflächen der Zukunft haben sollen.“

Ebenfalls überrascht vom Ausstieg der Werdohler SPD wurde die Lüdenscheider CDU-Fraktion: „Es hat mich deshalb überrascht, weil es ja zunächst einmal darum ging, eine Machbarkeitsstudie samt Umwelt- und Kostenprüfung in Auftrag zu geben. Und das ist meiner Meinung nach auch der richtige Weg“, verwies Oliver Fröhling darauf, dass es gute Argumente für Rosmart 2.0 gebe, aber auch viele gute Argumente dagegen. „Deshalb halte ich es für unglücklich, schon jetzt die Flinte ins Korn zu werfen, ohne die Fakten zu kennen. Man kann meiner Meinung nach erst diskutieren, wenn man alle Dinge kennt.“ Der CDU-Fraktionsvorsitzende hegt daher die Hoffnung und den Wunsch, dass man an der Machbarkeitsstudie festhält, um die Kosten und Umweltverträglichkeit zu ermitteln.

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