„In der Rolle des Underdogs“

MKultura spielt bewusst einen unkonventionellen Stil.

LÜDENSCHEID ▪ Ihr Stil ist – vor allem unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen – weniger verbreitet. Und trotzdem bewusst gewählt. Die fünf Mitglieder von MKultura vermischen Soul, Funk und Rock mit unterschiedlichen kulturellen Einflüssen. Ihrem Auftritt beim „Band Battle MK“ am Samstag im Festzentrum Hohe Steinert blicken sie daher besonders gespannt entgegen.

„Wir sehen uns in der Rolle des Underdogs“, sagt Gitarrist Erkan Besirlioglu (24), der die Band vor rund einem Jahr zusammen mit Schlagzeuger Moritz Andrejewski (23) gründete. Beide hatten zuvor in der Alternative-Rock-Formation Dear Crismo gespielt. „Wir haben zusammen gejammt und uns überlegt, mal etwas ganz Neues zu machen, eine ganz neue Richtung einzuschlagen – bewusst weg von den ganzen angesagten Core-Genres“, erzählt Besirlioglu.

Gesang prägt Songs entscheidend

Nachdem sich Bassist Adam Wieczorek (20), der auch beim „Battle“-Teilnehmer Circlesquaretriangle den Viersaiter bedient, den beiden angeschlossen hatte, suchte und fand das Trio Florence Eyok, die den Gesang übernimmt. „Wir hatten etwas von einer sehr talentierten Jazz-Sängerin gehört“, sagt Besirlioglu, der ebenso wie seine Mitstreiter sofort begeistert gewesen sei von der Stimme der 19-Jährigen, die den Musikstil entscheidend präge: „Unsere Musik wird durch Florence´ Gesang automatisch sehr Groove lastig.“

Keyboarder Gerardo Gruosso (18) komplettiert das Quintett, das neben Rock, Funk und Soul auch diverse kulturelle Musikmerkmale zu einem ganz eigenen Stil verschmelzen lässt. „Wir kommen alle aus verschiedenen Ländern, da bleiben diese Einflüsse nicht aus“, sagt Besirlioglu, der MKultura aber „nicht als Kulturband“ missverstanden sehen möchte.

Fünf Songs auf der Setlist für den „Band Battle MK“

Beim „Band Battle MK“ wird die Gruppe fünf Lieder spielen. Eine knappe Angelegenheit, betont Besirlioglu: „Wir haben extra Überleitungen einstudiert, um möglichst schnell von einem Song zum nächsten zu kommen.“ Dass beim letzten Lied das finale Gitarrensolo bei einer Überziehung der Spielzeit wegfallen könnte, nehme er in Kauf. „Hauptsache, bei unseren Songs kommt unsere Message rüber.“

Einige Auftritte hat MKultura bereits gespielt, darunter den viel umjubelten Gig auf dem Lüdenscheider Stadtfest im letzten Jahr. Aktuell nimmt die Fünfer-Combo die erste Demo-CD auf, ehe diverse Agenturen kontaktiert werden sollen. Dass es beim „Band Battle MK“ unter anderem einen Tag im Tonstudio und ein professionelles Foto-Shooting zu gewinnen gibt, dürfte der Lüdenscheider Band also doppelt in die Karten spielen.

Zwei weitere Bands für den Battle gesucht

Kurzentschlossene Musiker aufgepasst: Weil für den „Band Battle MK“ kurzfristig zwei Combos absagen mussten, sucht das Jugendkulturbüro noch zwei Bands, die am Samstag, 21. April, im Festzentrum Hohe Steinert die Bühne entern. Einzige Voraussetzungen für die Teilnahme: Eure Band sollte aus dem Märkischen Kreis kommen und der Altersdurchschnitt der Mitglieder möglichst nicht über 27 Jahren liegen. Anmeldungen nimmt das Jugendkulturbüro telefonisch unter 0 23 51 / 67 31 63 oder per E-Mail an ulrike.wagner@das-einzigartige.de entgegen.

Die Mendener Metalcore-Formation Hooks and Livers sagte ihre Teilnahme wegen interner Differenzen ab, die Metal-Combo Blood Diamond wegen einer kurzfristig anstehenden Operation eines Mitglieds. ▪ Sven Prillwitz

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