Rolf Apel spendet Rollstuhl für Seniorenzentrum Reseda

Sigurd Lobe, Leiter des Seniorenzentrums Reseda (M.), freut sich über die Spende eines Rollstuhls mit Elektroantrieb von Rolf und Ulrike Apel, die dem Haus schon lange verbunden sind.

LÜDENSCHEID ▪ Rolf Apel ist dem Seniorenzentrum Reseda schon seit vielen Jahre verbunden. Immer wieder brachte er seine an Demenz erkrankte und inzwischen verstorbene Frau zur Kurzzeitpflege in die Einrichtung.

Auch das Angebot der Selbsthilfegruppe „Denk mal“ unter Leitung von Ulrike Hage, in der Angehörige ihre an Demenz erkrankten Partner zwei Mal in der Woche gut aufgehoben wussten, nahm der heute 75-Jährige wahr. „Die Belastung ist sehr groß, wenn man einen Partner hat, der unter dieser Krankheit leidet. Man ist rund um die Uhr gefordert. Da ist jede Hilfe willkommen“, sagt er und nahm mit seiner Frau Ingrid die Angebote der Selbsthilfegruppe wahr. Als sie verstarb, bat er um Spenden für die Anschaffung eines Rollstuhls mit Elektroantrieb und auch zu seinem 75. Geburtstag wünschte er sich Unterstützung für sein Vorhaben. „Es ist doch sehr schwer, mit einem Rollstuhl hier die steile Südstraße hochzukommen“, hatte er selbst erfahren müssen.

Einrichtungsleiter Sigurd Lobe freute sich am Donnerstag über die Spende. „Jeder Angehörige kann ihn bei Bedarf ausleihen und der Rollstuhl ist wirklich leicht zu bedienen. Er wird fast täglich in Anspruch genommen und erleichtert sowohl Krankentransporte als auch kleine private Ausflüge in die Stadt, wenn es zum Beispiel zum Markt geht. Der Elektroantrieb ist gerade dann Gold wert, wenn schwere Bewohner geschoben werden müssen. Jetzt geht es bedeutend leichter bergauf.“

Rolf Apel hat sich im Laufe der Jahre durch seine persönlichen Erfahrungen auch in der Selbsthilfegruppe von Ulrike Hage engagiert. Irgendwann aber war die Nachfrage nicht mehr da und die Gruppe löste sich auf. Der Kontakt der beiden aber riss nicht ab. Ulrike Hage wohnte in der direkten Nachbarschaft der Apels und unterstützte Rolf Apel Tag für Tag bei der Pflege seiner Frau.

Kürzlich haben die beiden geheiratet. Bei aller Belastung in den vergangenen Jahren hat die Geschichte doch auch noch zu einer positiven Wendung geführt.

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