In Lüdenscheid-Brügge

Brösel-Beton in Volme-Brücke entdeckt: Vollsperrung abgeblasen

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Bröckelnder Beton: Über den genauen Zustand der Volme-Brücke am Kamp herrscht Unklarheit.

Das war so nicht geplant: Vor Wochen hatte die Lüdenscheider Verwaltung eine unmittelbar bevorstehende Vollsperrung der Volme-Brücke angekündigt. Doch dann wurde Brösel-Beton entdeckt.

Lüdenscheid-Brügge - So war das nicht geplant: Vor gut drei Wochen hatte die Lüdenscheider Stadtverwaltung eine unmittelbar bevorstehende Vollsperrung der Volme-Brücke an der Straße Am Kamp angekündigt. Dann wurde Brösel-Beton entdeckt, die Vollsperrung vorerst abgeblasen.

Der Grund: eine Sanierung des Bauwerks, die besonders die Aufbringung einer neuen Asphaltschicht sowie den Bau eines Gehwegs umfassen sollte. Doch bis dato ist die Brücke frei befahr- und begehbar – und wird es auch noch lange bleiben. Denn die kommunale Maßnahme ist bis auf Weiteres abgeblasen. „Dieses Jahr passiert da nichts mehr.“ So äußerte sich Stadtpressesprecherin Marit Schulte auf Anfrage unserer Zeitung. Ein wegen der angepeilten Sanierung neben der Brücke installierter Behelfssteg für Fußgänger wird derzeit wieder abgebaut.

Motiv für die Wende laut Schulte: Bei ersten Untersuchungen der Bausubstanz habe man entdeckt, dass der Zustand der unter der alten Asphaltdecke befindlichen Betonschicht „anders als erwartet“ sei. Mit anderen Worten: Besagter Beton – das zeigte sich bei einem LN-Besuch vor Ort – ist zumindest in Teilen bröckelig, der Sanierungsaufwand damit womöglich höher als zunächst angenommen. Das könnte sich auch auf die Sanierungskosten auswirken. Marit Schulte: „Da muss jetzt neu geprüft und gerechnet werden.“

In ihrer Stabilität ist die Brücke nach Einschätzung der Stadtverwaltung indes nicht gefährdet. Daher sei der Verzicht auf eine Vollsperrung auch kein Problem. Neu asphaltiert werden soll nun erst einmal bis zum Übergang von Straße und Brücke. Autofahrer dürften sich derweil wohl über die Aufschiebung der Bauarbeiten freuen – ihnen bleiben auf absehbare Zeit Umwege erspart.

Zur Erinnerung: Im Bereich Kamp, Gehäge und Weidengrund sind seit Langem Bauarbeiten zwecks Fahrbahnerneuerung und der Herrichtung von Gehwegen im Gange. Eine Sanierung der Brücke gehört zu diesem Gesamtpaket und beschäftigt Politik, Verwaltung und Bürger schon Jahre. In der Vergangenheit waren für die Brücken-Reparatur in der kommunalen Finanzplanung Posten zwischen 400 000 und mehr als 600 000 Euro ausgewiesen. Die jüngste Entwicklung mache laut Stadtverwaltung nun eine Neubewertung der Lage nötig.

Die Brücke hat dabei lokalhistorische Bedeutung und ist Schätzungen ortskundiger Bürger zufolge mindestens 200 Jahre alt. Womöglich handele es sich sogar um den ältesten Brückenbau im Stadtgebiet.

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