RockHard-Festival mit alter Schule und neuen Akzenten

Im Gelsenkirchener Amphitheater kocht die Stimmung bei den Headlinern über.

GELSENKIRCHEN ▪ Pfingsten naht, und somit auch die Eröffnung der Saison der Open-Air-Festivals. Eines der ersten größeren musikalischen Festlichkeiten macht das RockHard-Festival im Gelsenkirchener Amphitheater, idyllisch am Rhein-Herne-Kanal gelegen. Von Freitag, 10. Juni, bis Sonntag, 12. Juni, geht es im Ruhrgebiet ab mit 22 Bands aus dem hartmetallischen Sektor – mit Live-Musik, Karaoke und wohl wieder einer heimeligen Atmosphäre.

Die Macher des RockHard-Magazins stellten kurz nach Beginn des neuen Jahrtausends ein Festival auf die Beine, das trotz seiner aktuellen Größe von gut 7000 Besuchern noch immer das Prädikat „Von Fans für Fans“ verdient. Das unterstreichen Aussagen von Festivalgängern aus dem Vorjahr: „Hier wird man gut behandelt und fühlt sich nicht ausgenommen. Die Securitys sind sehr freundlich und reden auf Augenhöhe mit einem – das habe ich auch schon anders erlebt“, sagt beispielsweise Daniel, 25 Jahre, aus Hamburg.

Wenn es 10. Juni um 15 Uhr im Amphitheater losgeht, dann beginnt ein dreitägiger Reigen von Bands aus Metal-Mainstream und -Underground. Bedient werden die härteren Gangarten wie Thrash und Death Metal sowie Angeschwärztes genauso wie Hard Rock und traditioneller Heavy Metal.

Den Anfang machen die Thrasher „Contradiction“ aus dem Bergischen Land. Es folgen die chilenischen Doomer von „Procession“, die erst kürzlich mit „Destroyers of the Faith“ ein vorzügliches Debut abgeliefert haben. Nach den folgenden Ost-Knüpplern von „Postmortem“ wird es atmosphärisch, wenn die Iren „Primordial“ auf die Bühne steigen und der manisch wirkende Frontmann Alan Nemthenga mit seiner charismatischen Stimme die schwarzen, paganistischen Songs seiner Hintermannschaft veredelt. Die norwegischen „Enslaved“ laden danach zum progressiv-schwarzen Träumen ein, während die Tages-Headliner von „Triptykon“ rund um Ex-„Celtic-Frost“-Kopf Tom Warrior danach ihr räudiges Gebräu unters Festivalvolk bringen.

Der Samstag bietet dann eine gute Mischung aus sanft-melodischem Metal mit „Dreamshade“ und „Epica“, Schwedischem mit „Mercyful-Fate“-Anklängen von „In Solitude“, Party-Hard-Rock von „Bullet“, groovigem Death Metal von „Disbelief“, folkigen Death Metal von „Amorphis“ und Old-School-Geschrote von „Morgoth“. An Abschluss am Sonnabend bilden die Amis von „Iced Earth“, die ihren mittlerweile zweiten Abschied von Sänger Matthew Barlow begehen.

Der letzte Festivaltag steht dann bis auf die Ausnahme des Headliners „Down“ im Zeichen der alten Schule. Los geht es mit den Niederländern „Vanderbuyst“, die erdigen und knackigen Hard Rock a la „Michael Schenker Group“ auf die Bühne bringen. Später folgt die Epic-Metal-Sensation aus der Oberpfalz: „Atlantean Kodex“ haben sich mit ihren „Pnakotic Demos“ und ihrem Debut „The golden Bough“ in die Herzen der Fans gespielt: Ungekünstelt und mit emotionalem Tiefgang zelebrieren sie eine Flucht vor der schnelllebigen Welt und dem Konsum-Metal moderner Prägung. Zwischendurch zeigen die Schweden von „Enforcer“, wie man auch schon in jungen Jahren authentischen Old-School-Metal spielen kann. Das beweisen dann auch „Metal Inquisitor“, bevor „Anacrusis“ den vielen Fans zeigen wollen, dass sie Ende der 80er und Anfang der 90er kommerziell absolut unterbewertet wurden mit ihrem progressiven Thrash und den melancholisch-eindringlichen Vocals von Kenn Nardi. „Vicious Rumors“ treten im Anschluss an, um der versammelten Meute vor der Bühne ihr sehr starkes aktuelles Album „Razorback Killers“ zu präsentieren. Abgeschlossen wird das Festival von den New Yorker Thrash-Urgesteinen „Overkill“ und „Down“ rund um Ex-„Pantera“-Aktivposten Phil Anselmo. Infos7 rund um Anfahrt und Tickets gibt es auf der Homepage des RockHard: http://www.rockhard.depgö

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