"Rock am Hang" angeblich fix: Sportler kritisieren Nattenberg-Festival

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Angeblich soll das Musikfestival am Nattenberg am letzten Wochenende nach den Sommerferien Ende August stattfinden.

Lüdenscheid - Angeblich sollen Datum und Umfang des geplanten Musikfestivals für tausende Besucher am Nattenberg-Stadion feststehen: Für ihre Pläne bekommt die Lüdenscheider Stadtmarketing GmbH (LSM) nun aber reichlich Gegenwind. Denn zurückstecken sollen vor allem die Sportler.

Kritiker gab es, wie berichtet, bereits im Oktober: Der Gastro-Verein bemängelte, dass das Festival die Menschen aus der Innenstadt herausziehe. Nun äußert sich RWL-Vorstandssprecher Michael Dregger (Rot-Weiß Lüdenscheid): „Das Sportamt hat uns letzte Woche mitgeteilt, dass das Festival am ersten Wochenende nach den Sommerferien, also Ende August, stattfinden wird. Und die Sportstätte dafür zwei Wochen vorher und eine Woche danach für den Auf- und Abbau geschlossen werden muss – das geht gar nicht!“ 

Denn für Fußballvereine, die Leichtathleten, den Fußballkreis in der letzten Ferienwoche und das Ablegen der Sportabzeichen wäre die Sportstätte dann nicht mehr nutzbar. „Und das mitten in der Saison“, beklagt Dregger. 

„Die Art und Weise geht gar nicht“ 

Betroffen wären hunderte Kinder und Jugendliche – „wo soll man all diese Mannschaften denn für drei Wochen hin verlegen?“, fragt sich Dregger. „Die Art und Weise der Kommunikation geht einfach gar nicht, die LSM hätte mit uns sprechen und uns mit einbinden müssen – damit stoßen sie den Sportvereinen und den Ehrenamtlichen, die tolle Arbeit auch für die Stadt leisten, gehörig vor den Kopf“, sagt der RWL-Vorstandssprecher. 

„Vor allem, weil wir seit Oktober versucht haben, mit den Verantwortlichen der Stadt über das Vorhaben zu sprechen. Es kam aber keine Reaktion.“ 

Rahmenbedingungen noch unklar 

André Westermann, LSM-Geschäftsführer, bestätigt die Informationen gegenüber unserer Zeitung so nicht. „Vieles ist auf dem Weg – aber noch steht nichts offiziell fest, denn die Rahmenbedingungen fehlen noch und davon hängt alles ab“, sagt Westermann. 

Die Gespräche mit dem Sportamt und der ZGW (Zentrale Gebäudewirtschaft) seien vorerst wichtiger gewesen, denn: „Mit den Vereinen können wir erst sprechen, wenn wir wissen, was überhaupt möglich ist“. 

Dass alle Betroffenen, darunter Vereine und Anwohner, nach und nach informiert und miteinbezogen werden, sei jedoch sicher, sagt Westermann weiter. „Dafür brauchen wir aber erst grünes Licht, sonst machen wir den dritten Schritt vor dem zweiten. Ich verstehe die Problematik, aber es geht einfach nicht anders.“ Eine Lösung wolle man für die Gruppen der Vereine aber auf jeden Fall finden.

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