Rock bis zum Abwinken in Schützenhalle

LÜDENSCHEID ▪ Eine ebenso bunte wie unterhaltsame musikalische Mischung bot am Samstag die siebte Christmas-Rock-Veranstaltung in der Schützenhalle.

Gleich drei Tributebands gaben sich auf Initiative des Nachtflug-Magazins auf der riesigen Bühne mit Steg vor rund 1.500 Zuschauern und Gästen die Ehre. Den Anfang an diesem Abend machten „dIRE sTRATS“, Europas meist gebuchte Dire-Straits-Tributeband. Die Formation mit Lead-Sänger Peter Spencer legte Wert darauf, zwischen den Klassikern der Formation um Mark und David Knopfler auch einige weniger bekannte Stücke zu präsentieren. Im Mittelpunkt standen allerdings die Evergreens wie „Calling Elvis“, das flotte „Walk of Life“, dessen treibender Rhythmus auch bei den Zuhörern im Saal schnell in die Beine ging, oder „Sultans of Swing“, welches dem überzeugenden Gitarristen Wolfgang Uhlig eine Spielwiese für eine grandiose und schier endlose Gitarren-Orgie bot. Auch die langsamen, stimmungsvollen Queen-Werke wie zum Beispiel „Brothers in Arms“ kamen nicht zu kurz, bevor die solide aufspielende Combo sich mit der Zugabe „Money for nothing“ von ihrem Publikum verabschiedete und den „Queen Kings“ das Feld überließ. Die Musiker der Queen-Tribute-Band mit ihrem Frontmann Mirko Bäumer sind längst alte Hasen in der Schützenhalle und waren am Samstag bereits zum fünften Mal dort zu Gast. Längst hat die Band auch im Sauerland eine stetig wachsende Fan-Gemeinde, die ihre authentische Performance zu schätzen weiß. Der direkte Kontakt zum Publikum war Lead-Sänger Bäumer auch diesmal wieder enorm wichtig, und so verbrachte er die meiste Zeit seines Auftrittes auf dem Steg, wo er alles gab, um den viel zu früh verstorbenen Freddy Mercury physisch wie stimmlich für zwei Stunden zum Leben zu erwecken.

Christmas Rock 2011

Interpretiert wurden natürlich, neben dem einen oder anderen weniger bekannten Song, die großen Hits und Hymnen der Rock-Band, darunter unter anderem „I want to break free“, „A Kind of Magic“ und „Radio Gaga“, aber auch stimmungsvolle Balladen wie „Sail away sweet sister“ und „Love of my life“. Zwischendurch würdigte Mirko Bäumer noch eine Besucherin in der ersten Reihe. Die 10jährige Michelle feierte an diesem Abend begeistert mit den Eltern auf dem ersten Rock-Konzert ihres Lebens. „Das ist dein Tag!“ sendete der Sänger seinen Gruß an die junge Konzertbesucherin, die den Queen-Kings-Frontmann nach seinem Auftritt auch im Backstage-Bereich besuchte. Als Zugaben interpretierte die Band die Hymnen „We will rock you“ und „We are the champions“. Die wohl authentischste Performance an diesem Abend lieferte schließlich die ACDC-Coverband „Barock“ ab, die im Anschluss an eine längere Umbaupause erst nach Mitternacht die Bühne enterte. Akustisch präsentierte sich die Combo als nahezu perfekte Kopie der australischen Rock-Helden, wobei sich der aus London stammende Frontmann Grant Foster mit seiner Performance jedoch eher an Sänger Brian Johnson als an dem verstorbenen Bon Scott orientierte. Bereits der Opener „Thunderstruck“ knallte ordentlich aus den Boxentürmen, während sich Gitarrist Eugen Torscher als Angus-Young-Double stilgerecht in der Schuluniform austobte und die Bewegungen seines Vorbildes einschließlich des bekannten Little-Richard-Stechschrittes hervorragend imitierte. Durch ihre Power und Spielfreude, mit der die Musiker Klassiker wie „You shook me all night long“, „High Voltage“ oder „Dirty Deeds“ interpretierten sowie jene Actiongeladene Live-Performance, die ein ACDC-Konzert erst zu einem perfekten Erlebnis macht, reihten sich „Barock“ tatsächlich nur ganz knapp hinter dem Original ein. So konnten sich die ACDC-Jünger getrost jene rot blinkenden Hörner aufsetzen, die bei den Konzerten der Rock-Veteranen bereits zum festen Fan-Inventar gehören und den authentischen Sound der Combo in vollen Zügen genießen. ▪ bot

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