Mit „Roberta“ macht das Programmieren Spaß

LÜDENSCHEID ▪ Der Hüftschwung ist noch etwas steif, aber die Armbewegung hat schon Cheerleader-Qualitäten: Wenn die kleine „Roberta“ für den großen Wettbewerbsauftritt probt, zittern gleich sechs „Mütter“ mit. Denn Mareike, Ann-Kathrin, Katja, Leila, Svenja und Verena sagen dem Roboter, wo’s langgeht.

Sie programmieren eine tänzerische Choreographie mit WM-Anklängen – die Feinheiten sind geheim. Dazu trägt der modebewusste Roboter ein Kleidchen im Stil des WM-Maskottchens.

Wenn Technik in spielerischem Gewand daherkommt, so die Botschaft, lassen sich Schüler, gerade auch Schülerinnen, viel schneller begeistern. Deshalb ist Dr. Stefan Werth, Schulleiter des Zeppelin-Gymnasiums, seit jeher mit Feuereifer bei der Sache, wenn es darum geht, Freude, Neugier und Ideen rund um Naturwissenschaften zu wecken. Das gelingt seit ein paar Jahren bereits durch das Projekt „Formel 1 in der Schule“, jetzt kommt „Roberta“ hinzu; zudem ermutigt die Schule ihre Schüler, den Schritt in die Praxis zu wagen, mit Unternehmen und Betrieben zusammenzuarbeiten, sich in einer Werkstatt mal einen Motor anzusehen oder das Kunststoffinstitut für eine Facharbeit in Chemie „anzuzapfen“. All diese Aktivitäten spiegeln sich jetzt offiziell im Qualitätssiegel „Zukunft durch Innovation“ (ZdI) des NRW-Ministeriums für Innovation, Forschung und Technologie wider, das das „Zepp“ Ende Mai „ganz profan per Post“ als erste Schule im Kreis erhalten hat.

Darüber freut sich Dr. Werth mit den drei in den aktuellen Projekten engagierten Lehrern Stefanie Breitkopf (Mathe, Physik), Dr. Dirk Köster (Physik, Biologie) und Bernd Raskop (Mathe, Physik) sehr. Hintergrund der Nachwuchs-Förderung im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich sei natürlich der Fachkräftemangel, sagt Dr. Werth: „Diese innovativen Kräfte sind es, die unser Land tragen.“ Deshalb engagiere sich das „Zepp“ seit Jahrzehnten besonders für diesen Nachwuchs, sei es durch die Aktivitäten bei der Entwicklung eines landesweiten Lehrplans für das Fach „Informatik“, sei es durch den Betrieb einer eigenen Wetterstation oder, wie zuletzt, durch die Mithilfe bei der Gründung des Zentrums technik_mark. Das arbeite an der FH Hagen für Hagen und den MK. Es solle, so Dr. Werth, eine Plattform bieten, auf der sich Kooperationspartner finden um Projekte zu entwickeln und voranzutreiben. Was so theoretisch klingt, lässt sich bald wieder ganz praktisch bewundern: Bei der Abschlussveranstaltung „Formel 1 in der Schule“ am 30. Juni um 11 Uhr in der Zepp-Aula.

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