Riverboat-Shuffle auf dem Biggesee begeistert

LÜDENSCHEID - Der Vorsitzende des Jazzclubs Lüdenscheid, Henning Schwarz van Berk, zeigte sich ebenso wie der Konzertplaner des Vereins, Bernd Bobbenkamp, am Samstag rundum zufrieden mit der Resonanz auf die diesjährige Riverboat-Shuffle auf dem Biggesee sowie dem tollen Sommerwetter pünktlich zum Start der Veranstaltung.

Rund 350 Gäste hatten den Weg auf die MS Westfalen gefunden, um gute Jazz-Musik zu hören und einige gemütliche und gesellige Stunden auf dem Wasser zu verleben. Mit der diesjährigen Band-Auswahl hatte Bernd Bobbenkamp zudem ein besonders glückliches Händchen bewiesen, denn alle drei Combos, die zum ersten Mal mit auf der Riverboat-Shuffle dabei waren, bedienten unterschiedliche Jazz-Spielarten auf außergewöhnlich hohem Niveau.

Begrüßt wurden die Gäste von den Musikern der Dixie-Company, die zunächst auf dem unteren Deck die Traditionalisten mit guten, alten Dixieland-Klängen begeisterten, bei denen auch das Waschbrett nicht fehlen durfte. Die polnische Formation sorgte direkt für gute Laune auf den Gesichtern der eintretenden Gäste und zog nach einigen einleitenden Stücken auf das oberste Deck um.

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Riverboat-Shuffle 2012

Bei strahlender Sonne und blauem Himmel wirkte die heitere Musik am Besten, so dass es sich die meisten Gäste zunächst dort gemütlich machten. Da hatte es die zweite polnische Combo, die „Boogie Boys“, auf dem vorerst eher schwächer besetzten unteren Deck zunächst einmal schwer, für Party-Stimmung zu sorgen, obwohl sich das Trio mit Bart Szopinski (Piano, Gesang), Simon Szopinski (Schlagzeug) und Michael Cholewinski (Piano) wahrlich die Seele aus dem Leib spielte und über den gesamten Abend eine fantastische Leistung bot.

Später kamen jedoch immer mehr Fans dazu und feierten den energiegeladenen Boogie Woogie des bestens aufgelegten polnischen Trios. Schließlich ließ es sich Pianist Michael Cholewinski nicht nehmen, seine Harp aus der Tasche zu holen, auf einen Stuhl zu steigen und dort mit einem minutenlangen Solo den Saal zum kochen zu bringen. Auf der Playlist standen sowohl eigene Songs („Boogie Boys are in Town“, „Hey you“) als auch Klassiker des Genres wie „Great Balls of Fire“ von Jerry Lee Lewis oder „Something you got“ von B.B. King.

Wer stimmungsvollem Blues mit einem erstklassigen Gitarristen etwas abgewinnen konnte, war auf dem Mitteldeck genau richtig. Die Jimmy Reiter Band gab den Gästen besten traditionellen Blues-Rock auf die Ohren, der größtenteils aus der Feder des Frontmannes und E-Gitarristen Jimmy Reiter stammte. Den Gitarristen dürften einige Musikfreunde noch von einem Auftritt im Rahmen einer Jazz-Gala im Mercure-Hotel gekannt haben, auf dem Biggesee feierte Reiter jedoch sein Debüt.

Besonderen Appetit auf mehr machten an diesem Abend die Stücke des aktuellen Longplayers der Band, „High Priest of Nothing“, zum Beispiel das spannende und kraftvolle „City of Rain“. Bei dieser Shuffle passte, mehr noch als bei den vorangegangenen musikalischen Bootstouren des Jazzclub Lüdenscheid, alles zusammen: die großartige Musik, das fantastische Wetter und eine große Zahl gut gelaunter Fans. Weitere Infos: www.jazzclub-online.de.

Rubriklistenbild: © Othlinghaus

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