Risikoreicher Widerstand: Ausstellung eröffnet

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wurden auch die Siegerinnen der Stadtrallye des Jugendkulturbüros geehrt. ▪

LÜDENSCHEID ▪ „Es gibt ein breites Bündnis gegen Rechts in unserer Stadt und ich bin sicher, dass es weiterhin viele Leute gibt, die aus der Tradition heraus gegen Intoleranz eintreten. Und das macht mir Mut.“

Mit diesen Worten eröffnete am Abend Bürgermeister Dieter Dzewas die Ausstellung „Es lebe die Freiheit! Junge Menschen gegen den Nationalsozialismus“ vom Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 im Bürgerforum des Rathauses. Sie war auf Initiative des Vereins „Gedenkzellen“, der IG Metall-Jugend, des Jugendkulturbüros sowie des Stadtjugendrings nach Lüdenscheid geholt worden. Anhand individueller, persönlicher Schicksale wird darin aufgezeigt, wie risikoreich es war, sich im Widerstand zu engagieren – „und dabei sogar bis an den Verlust der eigenen Existenz zu gehen.“ Auch wenn es heute einfacher wäre, seine Meinung zu äußern, gewinne das Thema Freiheit wieder mehr an Bedeutung. „Und sie ist nicht zuletzt das Motto unseres Bundespräsidenten Joachim Gauck“, so Dzewas weiter.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wurden auch die Sieger der Stadtrallye geehrt: Von den sieben Gruppen mit 22 Mädchen hatten sogar zwei die gleiche Punktzahl erreicht und durften sich gestern über einen Preis freuen: Meike Weber, Charly Uebis und Mieke Salewski sowie Nicola Kleinfeld, Jacqueline Schwarz und Alina Vandevelde erhielten gestern nicht nur eine Urkunde, sondern sie gewannen auch eine Fahrt nach Dortmund – mit Besuch der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund (Lern- und Gedenkort zum Thema Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945) sowie mit einem Einkaufsbummel, inklusive Shopping-Gutscheinen.

Abgerundet wurde die Ausstellungseröffnung durch einen Vortrag von Markus Haarfeld, Referent des Arbeitskreises Rechtsextremismus des Deutschen Gewerkschaftsbundes, unter dem Titel „Sind Nazis Pop?“. ▪ Kerstin Zacharias

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