Ökumenisches Segenslied zum Abschluss

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Einen musikalischen Segen gab es beim Risecorn-Konzert von Pfarrer Broxtermann und Monika Deitenbeck-Goseberg. - Fotos: Schwager

Lüdenscheid -  Zu einem Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlingsarbeit hatten die katholische Gemeinde St. Joseph und Medardus sowie der Oberrahmeder Gospelchor „Risecorn“ gerufen und überwältigenden Zuspruch erhalten. Als freiwillige Gaben für die Flüchtlingsarbeit haben die Besucher mehr als 3000 Euro in die am Ausgang bereit gestellten Körbchen hineingelegt.

Der Besuch in dem übervollen Gotteshaus erinnere an Heilig Abend, sagte Pfarrer Johannes Broxtermann in seiner Begrüßung. Der einer evangelischen Gemeinde entstammende Chor singe erstmals in St. Joseph und Medardus. Daran zeige sich, dass die „Lüdenscheider an einem Strang ziehen“. Sache Gottes sei der Mensch in seiner Suche und Not. Angesichts der Tatsache, dass weltweit laut UN derzeit 50 Millionen Flüchtlinge zu verzeichnen sind, habe man in seiner Pfarrei einen konkreten Schritt unternommen. Für 15 irakische Flüchtlinge habe die Pfarrei die notwendige Unterhaltsverpflichtung unterzeichnet. Diese kämen bald, hingen nur noch in der „Botschaftsschleife in Ankara fest“, sagte Broxtermann, der sich wünschte, dass die Lieder des Gospelchores „unsere Herzen erreichen“.

Mit starkem gottesdienstlichem Bezug eröffnete der Chor unter der Leitung von Helmut Jost (Keyboard, Gesang) in der überfüllten Kirche das Wohltätigkeitskonzert. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass das Ensemble in den vergangenen zwei Jahren an Qualität stark zugelegt hat. Ein Piano ist nur ein Piano mit ausgewogenem Klang der Stimmen. Auch an der Dynamik wurde erfolgreich gefeilt, und die eingesetzten Chorsolisten leben ihre Freude am Gesang auch einsam vor dem Chor stehend aus. Dies zeigt, dass nun mehr Möglichkeiten des Ausdrucks vorhanden sind und Jost mit seiner „schwarzen“ Stimme nicht in jedem Fall den „Vorsinger“ geben muss.

Zwischen Besinnung und fröhlich bewegtem Bekenntnis bewegte sich das Programm, das auch so bekannte Lieder wie „Kumbaya“, „Holy Is the Lamb“, „Go Down Moses“ oder „Jesus Loves Me“ enthielt. Auch für die Zuhörer gab es mehrfach die Möglichkeit, die Stimmbänder in Einsatz zu bringen. Nach bewegendem „To God Be the Glory“ ging es wieder ans gemeinsame Singen. „Hey Man“ und „He’s Got the Whole World“. Schließlich noch ein Segenslied des Chores, und schon bat Broxtermann Pfarrerin Monika Deitenbeck-Goseberg zum gemeinsamen Segenslied ans Mikro. „Sie weiß noch nichts davon, aber wir werden das jetzt singen.“ Ein Zeichen der Ökumene am Ende. - usc

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