Foto-Galerie und Video vom Sauerland Darts Masters online

Riesige Dartsparty in der Schützenhalle - Barneveld gewinnt Klassiker gegen Taylor

+
Spaßvogel mit Fremdhaar: Phil Taylor in der Schützenhalle.

Lüdenscheid - Was für eine Party! Die Sauerland Darts Masters in der voll besetzten Schützenhalle waren eine große, bunte, ausgelassene Sause. Höhepunkt des Abends war das Duell der vielfachen Weltmeister Phil Taylor und Raymond van Barneveld. Das Ergebnis war deutlich.

Lange hatten die gut 1700 Zuschauer auf diesen Showdown warten müssen. Bereits seit dem frühen Abend wurde in der Schützenhalle Darts gespielt - und ausgiebig gefeiert.

Das Ende kam überraschend schnell. Der Niederländer van Barneveld setzte sich mit 5:2 im Klassiker-Duell gegen Taylor durch. Der unterlegene Engländer (57), der nach seinen Würfen immer wieder mit dem Publikum spielte, war der klare Favorit der Halle.

Ohrenbetäubend laut war der Jubel schon, als Phil Taylor um kurz nach 19 Uhr einlief. Der 16-fache Weltmeister, der sich "The Power" nennt und zu genau diesem Lied zur Bühne marschierte, ist seit Donnerstag in Lüdenscheid und gab - wie van Barneveld - am Nachmittag in der Sparkasse am Sauerfeld eine Autogrammstunde.

Er zeigte keine Schwäche mit den Pfeilen. Seine Hobbygegner waren chancenlos.

Phil Taylor (links) mit seinem Lüdenscheider Gegner Stephan Rahmede.

Der Niederländer Raymond van Barneveld hatte seinen ersten, nicht weniger umjubelten Auftritt erst gegen 20.20 Uhr. Nach der Gesangseinlage von Partysänger Rick Arena musste auch "Barney" zum ersten Mal an diesem Abend ans Brett. Das Publikum sang: "Ohne Holland fahrn' wir zur WM."

Der fünffache Weltmeister aus den Niederlanden hatte am Vorabend noch im englischen Birmingham beim Premier-League-Event gespielt. Jetzt Lüdenscheid. Sein Gegner: Nikos "Greek Machine" Konstantinidis.

Sauerland Darts Masters: Die Schützenhalle ist voll, die Stimmung ausgelassen.

Der Lüdenscheider hatte sich wie andere für diesen Wettkampf gegen einen der ganz Großen der Szene qualifiziert. Van Barneveld machte es spannend, am Ende gewann er nur knapp:

Konstantinidis ertrug die Niederlage mit einem breiten Lächeln, auch wenn er nicht zufrieden mit seiner eigenen Leistung war: "Ich war so aufgeregt. Es geht besser, viel besser", sagte er, nachdem er von der Bühnentreppe heruntergekommen war.

Konstantinidis hatte sich zuvor in einer Ecke der Halle, neben der Bar im Vip-Bereich, an einem Trainigsbrett warm geworfen. So wie auch Kai Pritschow, der vor seinem Auftritt vor voller Halle und gegen van Barneveld nervös war.

Bunte Kostüme, ausgelassene Stimmung: Zuschauer beim Sauerland Darts Masters.

Danach war die Erleichterung groß: "Das war total aufregend. Die Jungs auf der Bühne sind einfach klasse." Zu dem Endergebnis sagte er: "Mit meinen 120 bin ich mehr als zufrieden."

Große Darts-Party mit Phil Taylor und Raymond van Barneveld

Begonnen hatte der Abend mit dem triumphalen Einmarsch von Russ Bray, dem bekanntesten Schiedsrichter im Darts. Es dauerte nicht lange, da dröhnte sein raues "One-hundred-and-eightyyyyyyy" für einen perfekten Durchgang mit 180 Punkten aus drei Würfen zum ersten Mal durch die Halle.

Spaßvogel mit Fremdhaar: Phil Taylor in der Schützenhalle.

Bray kann selbst sehr gut Pfeile werfen. Später schaffte er auf Anhieb eine "180", als er kurzzeitig vom Niederländer Roland Scholten übernahm. Die Schützenhalle tobte. Scholten: "Er ist eben auch ein sehr guter Dartsspieler."

Stimmung in der Schützenhalle:

Die Sauerland Masters starteten am frühen Abend mit Spielen von Amateuren gegen Profis. Zweier-Teams aus Plettenberg und Werdohl (Marcus Ziegler und Alexander Wessels, Jennifer und Michael Homringhausen, Norbert Eltgen und Tobias Büchel) hielten sich achtbar gegen Scholten und den Deutschen Tomas "Shorty" Seyler. Anschließend traten Taylor und Barneveld gegen Einzelgegner an.

Nach der Begegnung zwischen Scholten und Seyler (5:4 gegen den Niederländer) war gegen 22.45 Uhr der krönende Abschluss der großen Dartssause das Duell zwischen Taylor und van Barneveld.

Sauerland Darts Masters: Die Schützenhalle ist voll, die Stimmung ausgelassen.

Es war von Beginn an voll und laut und hektisch in der Schützenhalle. Zwischen Bühne und bestuhltem VIP-Bereich wuselten Menschen mit Handys und dickeren Kameras umher. Im Stehbereich waren die Verkleidungen bunt: lila Haare, Schottenrock, Cowboy-Kostüm, Afro-Look, Panzerknacker-Outfit und noch viel mehr - es war wie Karneval im Frühling. Und die Stimmung ein bisschen wie im "Ally Pally" - der Halle, in der traditionell die Darts-Weltmeisterschaft ausgetragen wird.

Auf dem Platz vor der Halle standen Autos mit Kennzeichen aus dem Märkischen Kreis und der näheren Umgebung, aber auch aus Dresden, Rostock, Niedersachsen.

Drinnen schickten mehrere Großleinwände das Geschehen vor der Scheibe in den Zuschauerraum. In dem wurde so laut gesungen - wie eingangs "You'll never walk alone" -, dass selbst die imposanten Musikboxen keine Chance haben.

Zwischen-Act: Rick Arena singt.

An dem Abend machte noch ein anderer Musik: der Partysänger Rick Arena. Er trat zweimal auf. Die Zuschauer standen auf den Tischen.

So war es am Nachmittag bei der Autogrammstunde mit Taylor und van Barneveld in der Sparkasse:

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare