Lüdenscheid im Fußballfieber: Riesenjubel nach langer Zitterpartie

LÜDENSCHEID ▪ Der Jubel entsprach dem langen Zittern während der ersten Halbzeit: Mit einem ohrenbetäubenden Vuvuzela- und Hupkonzert feierten die Lüdenscheider Fußballfans gestern Abend den Einzug der deutschen Mannschaft in das WM-Achtelfinale.

Autokorsos eroberten schon bald das Sauerfeld; „Deutschland, Deutschland“-Rufe kamen aus den Kehlen jener, die nach dem Durstlöschen nicht mehr Auto hätten fahren dürfen.

Zuvor hatte die Altstadt ganz im Zeichen des Spiels gestanden: Im rappelvollen Brauhaus ging kaum noch etwas. Mit Riesenjubel wurde nicht nur dort das erste und einzige deutsche Tor gefeiert: „Jetzt geht’s los!“ Ähnlich laut wurde es beim ersten Tor für die Australier im Spiel gegen Serbien, nach dem sich die Fans zum ersten Mal ein entspannteres Bier gönnen konnten.

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Stadionqualitäten erreichte auch die Stimmung im Saal Dahlmann, in dem die Fans das Spiel dichtgedrängt auf Großleinwand verfolgten. Etwas kleiner, aber genauso vollgepackt war nebenan die Dahlmann-Gaststube.

Am gepflegtesten konnten die Fans das Spiel im und vor allem vor dem Café „Extrablatt“ verfolgen: Es lief dort auf einem imposanten halben Dutzend Fernsehern, was das Fehlen einer großen „Public-Viewing-Leinwand“ ein wenig vergessen ließ. Dazu kamen viele kleine „Spielorte“, Bemerkenswert war dabei vor allem der „Ferrari-Club“ an der Humboldtstraße, wo sieben italienische Fußballfans auf „RAI Sport“ heimlich das Spiel der deutschen Mannschaft sahen.

Nach dem Abpfiff kannte die Feierlaune keine Grenzen mehr. Immerhin konnten sich die Autoschlangen auf dem Sauerfeld noch fortbewegen – glücklicherweise aber nur langsam, weil die Gelegenheit zu akrobatischen Übungen ausgiebig genutzt wurde. ▪ thk

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