Rettungshunde demonstrieren Suchaktionen

Roland Lech mimt für die Simulation eine hilflose Person, Hündin Aika wird von Monika Emmerich gelobt, weil sie ihn gefunden und angeschlagen hat.

Lüdenscheid - Sobald Hündin Aika das reflektierende Geschirr mit dem Johanniter-Emblem umgeschnallt bekommt, weiß sie Bescheid: Jetzt ist Arbeit angesagt. Das gilt fürs Training wie für „echte“ Einsätze und für Vorführungen wie am Samstag auf dem Sternplatz gleichermaßen.

Inzwischen ist es schon eine Tradition, dass die Rettungshundestaffel der Johanniter sich am Ostersamstag in der Innenstadt präsentiert.

Insgesamt zwölf Hunde und ihre Hundeführer sowie weitere Mitglieder der Staffel erregten bei bestem Osterwetter die Aufmerksamkeit der Passanten. Immer wieder zeigten die Hunde, was sie können beziehungsweise womit sie sich im Training beschäftigen. Ein Tunnel und ein Gerüst sind solche Herausforderungen, die die Vierbeiner mit Begeisterung meistern.

Auf dem Sternplatz war es – anders als am bisher üblichen Standort vor dem Inselhaus auf der Wilhelmstraße – zudem möglich, die Suchaufgaben, für die Mensch und Hund ausgebildet werden, anzudeuten. So legte sich beispielsweise Roland Lech mitten vor der Treppenanlage auf den Granit. Aika bekam von Hundeführerin Monika Emmerich das Signal, lief zu dem vermeintlich Verletzten stellte sich davor und schlug an. Nachdem Monika Emmerich sich um den am Boden Liegenden gekümmert hatte, erhielt Aika ihr Spielzeug als Belohnung.

Viele Passanten beobachteten das Schauspiel und im Lauf des Tages blieben zahlreiche Bürger stehen, um sich über die Arbeit der Hundestaffel zu informieren. Die Spenden, die an diesem Tag gesammelt wurden, sollen in weitere Ausstattungselemente des Autos fließen, das die Staffel seit etwa einem Jahr hat. Sechs geräumige Hundeboxen sind dort eingebaut, die oberen sind für die Tiere mit einer Rampe zu erreichen. Wünschenswert aus Sicht der Hundeführer ist noch ein Standklimagerät. Denn oft müssen die Hunde lange warten, bis sie im Einsatz oder im Training an der Reihe sind. Außerdem sollen noch Taschenlampen für Suchaktionen bei Nacht angeschafft werden.

Das ehrenamtliche Engagement in der Staffel erfordert viel Zeit: Die Hundeführer treffen sich einmal während der Woche zu Übungsabenden. Für das Suchtraining ist darüber hinaus grundsätzlich ein Tag am Wochenende reserviert – dann geht es richtig ins Gelände. Aber für jeden Einsatz, bei dem geholfen werden kann, vermisste Personen in Notlagen zu finden, lohnt sich Aufwand allemal, sind alle Hundeführer überzeugt. Aktuell ist die Staffel auf der Suche nach neuen Übungsflächen. - gör

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