Mann hat Spiel "Super Mario Kart" entwickelt - und hofft auf Nintendo-Lizenz

+
Dennis Schulte tüftelt an "Super-Mario-Kart" als Brettspiel.

Lüdenscheid - Dennis Schulte hat etwas ganz Besonderes zu bieten. Der Tüftler gehört zum Team Retronom  und spielt nicht nur immer wieder Video-Game-Music am Klavier, sondern bastelt seit drei Jahren an einem Prototypen der Brettspielvariante des Games „Super Mario Kart“ von Nintendo.

Für eine Lizenzierung bei Nintendo muss sich der engagierte Spieleentwickler nun noch eine Firma als Partner suchen, da Nintendo nur mit Firmen und nicht mit Privatpersonen kooperiert. „Danach werde ich die Pappfiguren, die ich im Moment noch nutze, durch hochwertige, echte Spielfiguren aus dem 3D-Drucker austauschen“, erklärt Dennis, der sich sehr freuen würde, wenn sein Spiel eines Tages in Serie gehen könnte. Vorstellen konnte er das Spiel bei der Retronom-Party im Stock an der Knapper Straße.

Atari, Super Nintendo, Sega und Sony, C 64, Amiga 500 oder Atari ST – Erinnerungen an wunderschöne, pixelige Spiele, die damals trotz einfacher Grafik so viel Freude und Spaß bereiteten, wurde bei der Pixel-Party  wach. Besucher der „Retronom on Tour“ schwelgten ausgiebig  in der Vergangenheit. 

Bereits zum zweiten Mal waren die Plettenberger Matthias Igel und Sandra Bürger mit ihrem Team im Stock zu Gast, im Schlepptau eine Fülle klassischer Spielekonsolen und Computer sowie Spiele. Dabei ist es den beiden wichtig, dass alle ihre Gäste sofort losspielen können, wenn ihnen danach ist. „Wir wollen auf keinen Fall alles nur ausstellen wie in einem Museum, obwohl Geräte und Spiele zum Teil durchaus teuer und schwer zu beschaffen sind“, erklärt Matthias Igel, dem die Begeisterung für die klassischen Konsolen- und PC-Spiele ebenso wie den anderen im Team jederzeit anzumerken ist, wenn er über seine Leidenschaft spricht.

„Die Geräte, die wir hier sammeln, wurden gemacht, damit sie benutzt werden, und das wollen wir den Gästen unserer Retronom-Tour uneingeschränkt ermöglichen.“ Es sind vor allem die ganzen Unzulänglichkeiten, die an diesen Spielen reizen, weiß Igel: „Oft kann man nicht einfach so loszocken wie heute. An den Computern müssen meist erst Dinge konfiguriert oder Treiber besorgt werden, bevor etwas, wenn man Glück hat, dann auch mal funktioniert.“ Und auch die pixelige, aber in ihrer Schlichtheit liebenswerte Grafik gegenüber den heutigen filmreifen, aber oft seelenlosen Spielewelten fasziniert die Nerds an ihren Konsolen- und Computerspielen der 80er-Jahre.

Seit Januar 2018 touren Matthias und Sandra mit einer kleinen Mannschaft von Freunden, die bei der Organisation der Veranstaltungen helfen, durch ganz Deutschland, wobei die Retronom-Treffen auf immer mehr Zulauf stoßen. Dabei stocken die beiden ständig ihr Kontingent an Hardware und Software auf und sind permanent auf Börsen oder im Internet auf der Suche nach funktionsfähigen Konsolen, Spielen und Zubehörteilen. Auch peppen die beiden die Retronom-Treffen durch immer neue Programmpunkte auf.

Das Retronom-Team veranstaltete im Stock eine Pixel-Party.

„Unsere jüngste Konsole ist die Playstation 1, aber auf unser ältestes Gerät, das Philips Telespiel ES2201 von 1975, sind wir besonders stolz“, freut sich Matthias Igel. Auf dem Bildschirm des Gerätes sind lediglich zwei Rechtecke zu sehen, mit denen ein Quadrat ähnlich eines Tennisspiels hin- und hergebounct werden kann. Trotz seiner archaischen Optik fand das Gerät am Samstag einige engagierte Anhänger – insbesondere der dreijährige Marvin konnte seine Begeisterung kaum bändigen, als er an dem Gerät gemeinsam mit seiner Mutter Lisa zockte.

Matthias und Sandra haben einen Traum: Sie möchten eine Arcade-Bar eröffnen, wo ihre Gäste dauerhaft klassische Konsolen- und Computerspiele zocken können. Ein Traum, der angesichts der steigenden Besucherzahlen ihrer Retronom-Veranstaltungen durchaus Wirklichkeit werden könnte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare