FDP auf Bildungstour am „Scholl“

Diskutiert wurde zwischen Politik, Lehrern, Eltern und Schülern im roten Saal des Kulturhauses.

Lüdenscheid - Was macht das Geschwister-Scholl-Gymnasium vielleicht besser als andere Schulen im Land? Das ist die Frage, der die FDP-Fraktion im Landtag nachgehen wollte.

Auf der „Bildungstour“ der Liberalen war das Lüdenscheider Kulturhaus eine von insgesamt vier Stationen, um mit Eltern, Lehrern und Schülern zu diskutieren. Ausgewählt worden war das Scholl auch nicht deshalb, weil die heimische Landtagsabgeordnete Angela Freimuth dort ihr Abitur gebaut hat. Aber die Schule ist 2014 immerhin mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet worden.

Rund anderthalb Stunden nahmen sich unter anderem Fraktionschef Christian Lindner und Yvonne Gebauer, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Zeit, um Besonderheiten aufzuspüren. Die Fahrtzeit zwischen Nettetal, Lüdenscheid, Werne und Münster nutzen die Politiker zu einem Workshop mit Helmut Klein, Bildungsexperte beim Institut der Deutschen Wirtschaft.

Im Einzelnen aufzuzählen, was den Unterschied ausmacht, ist an dieser Stelle müßig. Es ist eine Vielzahl an Details, darunter eine massive Unterstützung aus der Elternschaft, auf die das Scholl zurückgreifen darf – sowohl in finanzieller Hinsicht wie auch in Form ganz praktischer Hilfe. „Es passiert alles auf Augenhöhe. Das ist eine Schulgemeinde, die einmalig ist“, formulierte es eine Mutter. Schüler helfen Schülern, werden in Arbeitsgemeinschaften darauf vorbereitet, Jüngere zu unterstützen. Die auf jeden Einzelnen zugeschnittenen Förderpläne produzieren nicht nur Lernerfolg, sondern auch Zufriedenheit. Die gegenseitige Hilfe macht unabhängiger – anders als vielleicht an anderen Schulen waren keine Hilferufe nach externer Unterstützung zu vernehmen.

Lindner war begeistert: „Man kann Ihnen nur gratulieren, sagte er, um aber auch gleich zu relativieren: „Das kann man nicht unter Laborbedingungen herstellen. Das muss man sich erarbeiten.“

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