Enervie beharrt auf Windrad an der Verse

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Geplanter Windkraft-Standort Berghahn nahe Spielwigge. Auf der Höhe rechts soll die Anlage errichtet werden.

Lüdenscheid - Gegen Bedenken aus Teilen der Lüdenscheider Kommunalpolitik hält die Hagener Enervie an den Planungen für eine große Windkraftanlage an der Versetalsperre fest. Das geht aus der Antwort des regionalen Energieversorgers auf eine entsprechende Anfrage aus dem Rathaus hervor, die Lars Bursian, Leiter des Fachdienstes Planung, am Mittwoch dem Umweltausschuss übermittelte.

Das Lüdenscheider Argument der exponierten und ungestörten Lage bei Spielwigge nutzt dabei auch Enervie: Gerade deshalb eigne sich der Standort für das „renditestarke Projekt“, von dem letztlich auch die Stadt als Anteilseigner des Unternehmens profitiere. Auch artenschutzrechtlich spreche nicht gegen die Errichtung des Windrads, dass an der Flügelspitze eine Maximalhöhe von rund 200 Metern erreichen würde.

Selbst für den Fall, dass Enervie auf den Bau der Anlage verzichte, sei das Vorhaben nicht aus der Welt, erläuterte Bursian das Schreiben weiter. Denn in diesem Fall sehe der Pachtvertrag mit dem Eigentümer vor, dass die Vereinbarung hinfällig würde, demnach ein anderer Investor zum Zug kommen würde.

Enervie dagegen sichere eine offene und konstruktive Zusammenarbeit zu und sei selbst auch als Wasserversorger für Lüdenscheid über die Stadtwerke daran interessiert, das Projekt umweltverträglich zu gestalten. Das Windrad soll auf einer Anhöhe 500 Meter westlich Spielwigge und südlich von Schwiendahl errichtet werden, für den Fall das letztlich der Märkische Kreis die Rechtmäßigkeit bejaht. - flo

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