Teils abenteuerliche Funde im Ufer der Volme

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Die Renaturierung der Volme ist bald abgeschlossen.

LÜDENSCHEID - Nicht alles ist planbar im Leben. Diese Erfahrung hat auch das Umweltamt der Stadt bei der Renaturierung der Volme zwischen Brügge und Ahelle gemacht. „Zum Teil traten dabei abenteuerliche Funde zu Tage“, beschrieb Thomas Meilwes vom Fachdienst für Umweltschutz und Freiraum die Überraschungen beim Auskoffern der Uferseiten in der Sitzung des Umweltbeirates.

Von Martin Messy

Die Arbeiten neigen sich dem Ende entgegen. „Ende April/Mitte Mai ist Schluss. Der zwischengelagerte Mutterboden wird mit Samen angereichert angespritzt. Dann können die Bepflanzungen umgesetzt werden, so dass über den Sommer die Begrünung folgt“, verdeutlichte Meilwes die letzten Schritte der Renaturierung.

Wie berichtet, erhält die Volme durch die gewaltigen Umwälzungen wieder mehr Raum, außerdem werden Überschwemmungsflächen geschaffen. Bis zu 20 Meter breit soll das Flussbett an den weitesten Stellen werden. Dafür mussten Bäume gefällt und die Uferhänge ausgeweitet werden. War vorher mit 300 bis 400 Kubikmeter Fundament- und Betonresten gerechnet worden, so hat sich der Aushub inzwischen auf 10 000 Kubikmeter summiert. Einerseits stießen die Bagger auf Fundamente des ehemaligen Wasserturms, aber auch auf Verrohrungen und natürlich auf reichlich Beton, denn dort lag früher eine Zementfabrik. „Die Volme hat vor vielen Jahrzehnten viel weiter weg von der heutigen B 54 gelegen. Mit dem Bau der Bahn wurde der Fluss immer weiter nach außen gedrängt, verbunden mit stabilisierenden Einschüben, die bei der Renaturierung deutlich wurden“, sagte Meilwes. Die Aushübe werden noch auf Schadstoffe untersucht. Im Verlauf des ausgeweiteten Flussbetts sind zwei sogenannte „Öko-Beulen“ geschaffen worden, um Nist-Höhlen für die Vögel zu schaffen. Darauf hatte besonders Naturschützer Manfred Künsting, Aktiver der Nabu-Ortsgruppe mittleres Volmetal, gedrungen.

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