Viele warten noch auf ihr Geld

Reisetrends aus dem MK: Camping, Kroatien - "Die Türkei fehlt"

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Steffen Schmidt, Jan Exner und Kathrin Schutzeichel vom Reisebüro Kattwinkel Lufthansa City Center.

Lüdenscheid - Wenn sie verreisen, dann verreisen die Lüdenscheider meist innerhalb Deutschlands oder an Orte, die sie mit dem eigenen Wagen erreichen können. Welche Reiseziele das sind, lesen Sie hier:

Trotz Aufhebung der Reisewarnungen für die meisten europäischen Länder stellt Corona die Reisebranche vor große Herausforderungen – auch in Lüdenscheid, wo gerade die Sommerferien begonnen haben. Übereinstimmend als „ruhig“, „verhalten“ und „ein wenig Belebung“ bezeichnen die örtlichen Reisebüros die Lage. 

Wenn sie verreisen, dann verreisen die Lüdenscheider meist innerhalb Deutschlands oder an Orte, die sie mit dem eigenen Wagen erreichen können.

„Ein wenig Belebung“ spürt Axel Kleinschmidt, Geschäftsführer des First-Reisebüros Hollweg an der Wilhelmstraße. Deshalb seien die Öffnungszeiten angepasst und entsprechend erweitert worden. Stornierungen und Umbuchungen gehören für ihn und sein Team nach wie vor zum Tagesgeschäft. Wie in den vergangenen Wochen seien seine Mitarbeiter mit Terminen für Länder, die noch nicht freigegeben sind, beschäftigt. 

Axel Kleinschmidt vom First-Reisebüro Hollweg an der Wilhelmstraße verfolgt gespannt das Mallorca-Projekt.

Gespannt verfolgt der Lüdenscheider das Urlaubs-Pilotprojekt auf Mallorca, um es für seine Kunden transparent und anschaulich zu machen. „Wir versuchen, Licht am Ende des Tunnels zu sehen.“ In Kürze startet er selbst Richtung Balearen, um sich an Ort und Stelle ein Bild vom Urlaub auf Mallorca und den Hygienebestimmungen in den Hotels zu machen. Für ihre Hygienekonzepte hätten die Hotels dort häufig Hygieneinstitute zu Rate gezogen. 

Nach Normalität klingen seiner Meinung nach Urlaubsberichte aus Kroatien. Am stärksten sei jedoch Urlaub innerhalb Deutschlands nachgefragt. 

Als „ruhig“ bezeichnen Gaby Wendt-Wagner und Christine Seifert vom ADAC-Reisebüro an der Knapper Straße die derzeitige Situation. Pauschalreisen würden so gut wie gar nicht nachgefragt. Nord- und Ostsee seien dagegen so gut wie ausgebucht. Auch Holland laufe gut – allerdings nicht immer über das Reisebüro. 

Gaby Wendt-Wagner (rechts) und Christine Seifert vom ADAC-Reisebüro an der Knapper Straße verkaufen bereits Flugreisen für 2021.

„Es bleiben sehr viele Menschen hier“, hat Gaby Wendt-Wagner festgestellt. „Viele fahren gar nicht weg.“ Andere warteten immer noch auf Rückzahlungen von stornierten Reisen – und buchten deshalb keine neue Reise. 

Außerhalb Deutschlands seien Kroatien, Österreich und Griechenland gefragt. „Die Türkei fehlt.“ Rückkehrer von dort müssten derzeit noch mit Quarantäne rechnen. Was ihr aufgefallen ist: Flugreisen planen die Lüdenscheider, die sich vor Ort nach Reisen erkundigen, schon jetzt für das kommende Jahr. „Für 2021 wird nachgefragt. Das ist jetzt schon möglich – zum jetzigen Preis.“ Je später gebucht werde, desto teurer sei ein Flug. 

Stornierungen beschäftigen auch das Reisebüro Kattwinkel Lufthansa City Center am Rathausplatz. „Eher aus der Not heraus“, wie Büroleiter Steffen Schmidt festgestellt hat, machen die Lüdenscheider zudem vom Angebot der Umbuchungen mancher Reiseveranstalter Gebrauch. Er persönlich sei froh, dass das Rettungspaket für die Lufthansa mittlerweile geschnürt und die Zitterpartie zu Ende sei. 

Auf weite Reise gehen die Lüdenscheider indes derzeit auch bei Kattwinkel noch nicht. „In diesem Jahr machen die Leute auf jeden Fall Urlaub in Deutschland.“ Campingplätze seien begehrt, aber damit habe das Reisebüro nichts zu tun.

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