Kommunikation über Telefon und E-Mail

Reisebüro geschlossen - "Sind trotzdem für Kunden da"

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Mittlerweile sind die Türen zum Reisebüro zu. Publikumsverkehr findet nicht mehr statt. Das Reisebüro Holidayland ist wie viele andere nur noch per Telefon, E-Mail und soziale Netzwerke zu erreichen. 

So wie andere Einzelhandelsbetriebe müssen seit Mittwoch auch die Reisebüros schließen. „Wir sind aber nach wie vor über Telefon, E-Mail und die sozialen Medien zu erreichen“, sagt Angelika Klöpping, Inhaberin des Reisebüros Holidayland im Stern-Center. Nur direkter Kundenkontakt finde nicht mehr statt.

Lüdenscheid - Gleiches gilt für das Reisebüro Kattwinkel am Rathausplatz und das First Reisebüro Hollweg in der Wilhelmstraße, das schon am Dienstag die Türen schloss. „Wir haben die Türen für den Publikumsverkehr zu unserem eigenen und zum Schutz unserer Mitmenschen geschlossen“, sagt Philipp Kleinschmidt, Büroleiter des First Reisebüro Hollweg.

Viel zu tun gibt es dennoch in den Reisebüros. Kunden, die noch im Ausland sind, müssen zurückgeholt werden. Vereinzelt seien Kunden des First Reisebüro noch im Ausland, gestrandet sei jedoch niemand. Nun müssten Kontakte an die Reiseveranstalter weitergegeben werden, die die Rückholung koordinieren.

Reisebüros kämpfen mit dem Coronavirus

Auch das Reisebüro Kattwinkel sucht mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern nach Lösungen, um 15 Kunden zurückzuholen. Eine Kundin des Reisebüro Holidayland befindet sich zudem noch in Marokko und soll jetzt ausgeflogen werden. „Ich stehe im Kontakt mit ihr. Die Koordinierung übernimmt aber die Reiseleitung vor Ort“, sagt Angelika Klöpping.

Noch mehr zu tun haben die Reisebüros mit etlichen Stornierungen. Kunden, deren Reisen wegen des Coronavirus’ nicht stattfinden können, müssen kontaktiert werden und es gibt viele Nachfragen von Kunden, die eine Reise für den Sommer gebucht haben. „Was das betrifft, wissen wir selbst noch nicht, wie es weiter geht und müssen auf Informationen warten“, sagt Angelika Klöpping.

Coronavirus sorgt für Existenzangst

Trotz viel Arbeit bangen die Reisebüros wie auch viele andere Betriebe und Geschäfte aufgrund des Coronavirus’ um ihre Existenz. Denn durch die vielen Stornierungen erhalten sie keine Provision mehr und bereits erhaltene Provisionen müssen zurückgezahlt werden. „Der Verdienst eines halben Jahres ist gestrichen“, sagt Philipp Kleinschmidt für das First Reisebüro Hollweg. Dem stimmt auch Steffen Schmidt, Büroleiter des Kattwinkel Reisebüros, zu: „Wir arbeiten doppelt kontraproduktiv.“

Aktuelle Informationen zur Ausbreitung und Auswirkung des Coronavirus im MK sind in unserem News-Ticker.

Neubuchungen gebe es nur sehr wenige von ein paar optimistischen Kunden. „Gestern habe ich drei Neubuchungen für Juni und September entgegengenommen“, sagt Steffen Schmidt. Kurzarbeit hat er bisher nicht angemeldet, Angelika Klöpping auch noch nicht, hat es aber vor und das First Reisebüro Hollweg hat bereits Kurzarbeit angemeldet. „Mein Wunsch wäre es, dass sich die Menschen auf das besinnen, was vor ihrer Haustür ist. Wir sind Lüdenscheider und brauchen auch Lüdenscheider. Wenn wieder Normalität eingekehrt ist, sollten sich die Leute auf ihre Stadt besinnen und ein Zeichen da lassen“, sagt Philipp Kleinschmidt.

Über Beschlüsse und Entwicklungen zum Thema Coronavirus in ganz NRW informieren wir in unserem großen News-Ticker.

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