Die Sorglosigkeit der Kindheit

Gemeinsam sangen die Reichwein-Schüler im Foyer der Museen ein Medley über die Helden ihrer Kindheit. - Fotos: Rudewig

Lüdenscheid - „Kinder sollten alle ein Recht auf eine sorglose und schöne Kindheit haben“. Mandy ist Schülerin des 12er-Literaturkurses der Adolf-Reichwein-Gesamtschule. Im Foyer der städtischen Museen gehörte dieses Statement zu dem Text, den sie im Rahmen einer szenischen Lesung vortrug – gemeinsam mit ihren Mitschülern.

Krishan, Mandy, Jiyan, Ronja, Nesli, Anastasia, Pia, Michelle, Lea, Sebastian, Nina, Anissa, Chiara, Philipp, Maike und Janick haben sich in den vergangenen Monaten intensiv mit ihrer Kindheit auseinandergesetzt, mit der Frage, wann diese eigentlich aufgehört hat, mit ihren Träumen, ihren Eltern, ihren Lieblingsorten, ihren Helden. 

Dabei herausgekommen ist eine Lesung voller Emotionen, Elternsprüche, Kinderlieder, Worte, die aber auch hier und da schmunzeln machen. Vor allem aber eine Lesung, die es wert wäre, auch noch an anderer Stelle als im Rahmenprogramm der aktuellen Ausstellung „Kinderleben“ gehört zu werden.

Da ist zum Beispiel der Schulhof der Erwin-Welke-Grundschule, auf dem man als Kind in den Pausen alles sein konnte – Pokemon, Ritter, ja sogar Autos. Oder die Magie der Wälder am Bierbaum, Träume zwischen den Schlümpfen und der Gummibärenbande, Abenteuer im Elfenreich, die Freude auf die Jahreszeiten und die Feiertage, die mit dem Verlust der Sorglosigkeit eines Kindes immer mehr von Stress und Alltag verdrängt wird.

Immer wieder unterbrachen die Reichwein-Schüler ihre Lesung mit gemeinsamen Auftritten, in denen sie die klassischen Sprüche wie „Warum kannst du nicht sein wie Deine Schwester“ ins Publikum riefen oder zusammen in einem Medley die Lieder ihrer kindlichen Helden zwischen der Biene Maya, Timon, Pumba, Cubby, Grammi, Gruffi und Co. sangen.

Die Gemälde-Ausstellung „Kinderleben“ ist noch bis zum 7. Februar in der Städtischen Galerie am Sauerfeld zu sehen.

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