Das sagt Lüdenscheids Bürgermeister

Reichsbürger als Problem: „Verrohung der Sitten in und um Lüdenscheid“

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Bürgermeister Dieter Dzewas

Lüdenscheid – Nach dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sowie nach Angriffen auf manche Bürgermeister, nimmt die Angst vor Bedrohungssituationen bei städtischen Mitarbeitern zu, wie derzeit den Medien zu entnehmen ist. So nimmt Lüdenscheids Bürgermeister die Situation wahr.

Eine „Verrohung der Sitten in und um Lüdenscheid“ nimmt auch Lüdenscheids Bürgermeister Dieter Dzewas wahr, wie er auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte. „Das kann man schon sagen. Dazu gehört auch das Phänomen Reichsbürger, in der Hinsicht ist es auch in Lüdenscheid durchaus schon zu unangenehmen Situationen gekommen. Insbesondere, wenn die Leute eine absolut renitente Haltung einnehmen und keine anderen Meinungen zulassen.“ 

Bei der Stadt selbst habe man wenige Sicherheitsvorkehrungen über die Zeit angepasst und verschärft, allerdings im kleineren Rahmen, wie Dzewas sagt. Denn direkte Bedrohungen gegen ihn, Angehörige oder Mitarbeiter habe er glücklicherweise noch nicht erleben müssen. 

"Menschen vergreifen sich in ihrer Wortwahl"

„Natürlich bekommt man einiges mit. Die sozialen Medien etwa, – ich bin dort zwar kaum unterwegs, lese das aber auch immer mal – laden zu einer Verrohung der Sprache ein. Und ich werde seit meiner Amtszeit immer wieder von Menschen begleitet, die sich in ihrer Wortwahl deutlich vergreifen.“ 

Beispielsweise habe er päckchenweise gesammelte Artikel zu diversen städtischen Themen und beigefügte Kommentare erhalten, die sprachlich unangebracht gewesen seien. „Es gab auch eine Zeit, da habe ich immer wieder anonyme Anrufe bekommen, es gab auch oft unangemessene Fragen rund um das Thema Ausländer. Direkt bedroht worden bin ich dabei aber nie.“

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