Rehwild erlegt und Kröten geschluckt

Die erfolgreichsten Jäger wurden nach der Hegeschau ausgezeichnet.

LÜDENSCHEID – Die jahrelangen Bemühungen der Jäger um Biotopverbesserungen in ihren Revieren sind erfolgreich. Dies ließ sich bei der Jahreshauptversammlung des Hegerings an der Trophäenwand ablesen.

In drei der insgesamt 24 an der Hegeschau beteiligten Reviere – nicht dabei Stilleking und Versetalsperre – wurden sogenannte Ernteböcke im angepeilten Alter getötet, deren Kopfschmuck den Schluss zulässt, dass zumindest das Rehwild dort zuträgliche Lebensbedingungen vorfindet: Ein von Herbert Woeste im Revier Hohe Gasmert erbeutetes 355 Gramm-Gehörn zierte die Goldmedaille. Silber war einem mindestens siebenjährigen Bock zuzurechnen, den Dirk Peters im Revier Homert erlegte. Bronze erzielte Mark Holthaus im Revier Brügge-Othlinghausen. Lothar Schröder hatte die Trophäen bewertet, assistiert von Karsten Brandt, Peter Twer und Heiko Lohmann.

Insgesamt hatte der stellvertretende Hegeringleiter Karsten Brandt 325 Stücke erlegtes Rehwild auf der Streckenliste des nun auslaufenden Jagdjahres; hinzu kamen 99 Rehe die als „Fallwild“ endeten, zumeist als Verkehrsopfer. Die wegen der Schweinepest verschärfte Bejagung des Schwarzwildes brachte mit 99 Stücken gegenüber dem Vorjahr eine Reduzierung um fast die Hälfte. Solche Schwankungen seien beim Wildschweinbestand aber normal, hieß es. Zurzeit gebe es aber bereits wieder viele Frischlinge.

Von der modernsten Anlage Europas für das jagdliche Schießen sprach Hegering-Leiterin Dorothea Zeppke-Sors. Sie meinte damit den auf dem Schießstand installierten „Doppel-Keiler“. Die Investition in die Übungs- und Prüfungsstätte werde sich auszahlen. „Die Jäger sind begeistert, und auch der Pistolenstand, der uns an jedem ersten Samstag im Monat zur Verfügung steht, wird gut angenommen.“ Kröten habe man schlucken müssen bei der Abschaffung der „unsinnigen“ Jagdsteuer, im Gegenzug sei die Jagdabgabe erhöht worden. Immerhin würden erhebliche Mittel daraus ausschließlich in Modernisierung und Unterhaltung der Schießstände fließen. Da konnte Schatzmeister Detlev Winkhaus relativ gelassen von einem erstmals in den elf Jahren seiner Kassenführung negativen Kontostand sprechen; zum Jahresende sei das durch die Vorfinanzierung der Investition Spielwigge geschrumpfte Finanzpolster wieder aufgefüllt.

Die Fütterungsverordnung werde nochmals überarbeitet, kündigte Dorothea Zeppke-Sors an. Bei der Anlage von Wildäckern sollten auch Sämereien für Bienenweide ausgebracht werden. Unterstützung benötige Hannelore Strunk-Heim bei ihrer „segensreichen Arbeit“ in Sachen Hundeführerschein. Vor rund 140 Waidleuten im Bürgerschützenheim berichteten sodann die Obleute aus ihren Ressorts.

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