Teilstück vor den Rathaustunnel bleibt einspurig

Regen verzögert Bauarbeiten: Altenaer Straße nicht komplett fertig

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Am Samstag wurde mit dem Aufbringen der neuen Asphaltschichten begonnen – als erstes kam eine 14 Zentimeter dicke Tragschicht auf den Schotterbelag. Um den Asphaltfertiger richtig einzustellen, ist Fingerspitzengefühl erforderlich.

Lüdenscheid - Wie geplant wird am Montagmorgen ab 5 Uhr der Verkehr auf der Altenaer Straße stadteinwärts wieder auf der rechten Fahrbahnseite fließen, aber auf dem letzten Teilstück vor dem Rathaustunnel nur einspurig. Mit Behinderungen ist in dem Bereich also zu rechnen. Grund dafür, dass die Asphaltierungsarbeiten am Wochenende nicht komplett fertiggestellt werden konnten, ist das Wetter.

Der Gewitterregen am Sonntagmittag hat den eng getakteten Zeitplan für die Sanierung der Fahrbahndecke durcheinandergebracht, wie Carsten Spreemann als zuständiger Bauleiter für den Landesbetrieb Straßen.NRW erklärte. Damit die einzelnen Schichten aufgebracht werden beziehungsweise zwischen den Arbeitsschritten abkühlen können, muss es trocken sein. Auf dem Teilstück, das noch nicht für den Verkehr freigegeben werden kann, fehlt noch die vier Zentimeter dicke Deckschicht. Zwischen dem Abzweig der Altenaer Straße zur ehemaligen Berg-Fabrik und dem Rathaustunnel kann daher zunächst nur die rechte Fahrspur benutzt werden. Wann auf der linken Spur die letzte Schicht aufgetragen werden kann, konnte Spreemann am Sonntag noch nicht sagen.

Länger als erwartet hatte bereits das Abfräsen der alten Fahrbahn gedauert. Die Asphaltdecke hatte sich als hartnäckiger erwiesen als kalkuliert. So etwas sei trotz aller Vorarbeiten nicht 100-prozentig planbar, betonte der Bauingenieur. Die Straßenbauer müssten oft spontan auf das reagieren, was sie letztendlich vorfinden. Das erfordere viel Erfahrung, vor allem, wenn Baustellen mit einem so engen Zeitplan erledigt werden müssten.

So wurde bei Beginn der Asphaltierungsarbeiten zum Beispiel wiederholt mit dem Zollstock die Tiefe des ausgefrästen Bereichs kontrolliert und der Asphaltfertiger entsprechend nachjustiert. Jede einzelne Schicht wird, so lange der Asphalt noch heiß ist, mit Walzen verdichtet, wobei auch Übergänge geglättet werden. Bei all diesen Arbeitsschritten kämen Fingerspitzengefühl und Erfahrung der Straßenbauer zum Tragen, betonte Spreemann.

Die neue Schicht auf der Altenaer Straße ist mit insgesamt 26 Zentimetern sechs Zentimeter dicker als die vorhergehende. Zur Berechnung der notwendigen Stärke werden verschiedene Faktoren herangezogen, erklärt der Ingenieur, allen voran die Nutzung durch Schwerlastverkehr, aber auch die klimatischen Verhältnisse und die Radien der Straße spielen eine Rolle, um durch die passenden Asphaltschichten eine möglichst lange Lebensdauer der Fahrbahndecke zu gewährleisten. Begonnen wurde mit einer 14 Zentimeter dicken Tragschicht. Darauf folgte eine acht Zentimenter dicke Binderschicht, bevor die eigentliche Decke mit vier Zentimetern aufgetragen wurde. Zwischen den einzelnen Schichten wurde eine Klebermasse aufgetragen.

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