Trotz Niedrig-Zinsen noch 45 500 Euro Ausschüttung für zwölf Empfänger

Reeber-Stiftung kürzt Spenden

Verteilen immer noch viel: Ingrid vom Hofe und Dr. Michael Schulte vom Reeber-Stiftungsvorstand, zu dem auch Udo Lütteken gehört.

LÜDENSCHEID - Die Zinskrise macht auch vor Wohltätigkeit nicht Halt: Ein Dutzend Vereine und Verbände bekommt in diesem Jahr in der Summe weniger Geld von der Reeber-Stiftung. Der Vorstand musste zu seinem Bedauern die Zuschüsse um 7000 Euro kürzen.

Von Susanne Kornau

Die niedrigen Zinsen ließen nichts anderes zu, sagten gestern Stiftungsvorsitzende Ingrid vom Hofe und Vorstandsmitglied Dr. Michael Schulte. Durch Risiko-Anlagen höhere Zinsen zu erzielen sei nicht möglich. Sicherheit gehe vor. Also lebt man mit dem, was der Markt hergibt und kann immerhin noch 45.500 Euro auf zwölf Organisationen verteilen.

Mit noch 18. 000 Euro steht das Johannes-Busch-Haus mit Abstand wieder an der Spitze der Empfängerliste, gefolgt vom Hospiz an der Sedanstraße mit 13. 000 Euro. 4000 Euro gibt es für die Lüdenscheider Gesprächskreise an der Lessingstraße. 2000 Euro bekommt der Förderverein der Friedensschule an der Freiherr-vom Stein-Straße. Jeweils 1500 Euro erhalten die Selbsthilfe-Kontaktstelle MK und der Verein „donum vitae“ an der Augustastraße.

Mit jeweils 1000 Euro unterstützt die Stiftung das Wohnheim des evangelischen Perthes-Werkes an der Sedanstraße, den CeBeef (Club Behinderter und ihrer Freunde), den Förderverein der Suchtkrankenberatungsstelle an der Heedfelder Straße, den Blinden- und Sehbehindertenverein in Lüdenscheid sowie die Schlaganfall-Selbsthilfegruppe. Aber auch die 500 Euro, die zum Schluss noch an den MS-Kontaktkreis Schalksmühle gehen, bringen Dankbarkeit und Freude, weil „Sie mit ihrer Spende die Notwendigkeit unserer Arbeit mit den Multiple-Sklerose-Erkrankten anerkannt haben“, wie es in einem Schreiben heißt.

Dass alle Zuwendungen an Initiativen in Lüdenscheid und Umgebung gehen, ist kein Zufall. Das sei ihr Bestreben, sagte Ingrid vom Hofe. Und das habe sich auch herumgesprochen, jedenfalls gebe es so gut wie keine Bewerbungen mehr von außerhalb. Das Geld soll gemäß Stiftungszweck psychosomatisch, psychisch oder physisch Kranken bzw. Forschungsvorhaben in dem Bereich zugute kommen. Zustiftungen sind willkommen.

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