Reduzierung auf null „nicht zu vertreten“

LÜDENSCHEID ▪ Ginge es nach dem Gutachten der Unternehmensberater von „Horváth & Partners“, dann hätte Elisabeth Wilfart bald kaum noch was zu tun. Denn die Gutachter haben in ihrem Entwurf fürs Haushaltssicherungskonzept radikale Streichungen fast aller Geldmittel für Wilfarts Ressorts Gleichstellungsfragen, Lokale Agenda 21 und Bündnis für Familien vorgenommen. Die Gleichstellung von Frauen zu fördern, ist aber eine Pflichtaufgabe der Stadt. Elisabeth Wilfart: „Eine Reduzierung auf null ist nicht zu vertreten.“

Sollen weiterhin Veranstaltungen stattfinden, muss die Gleichstellungs- und Agendabeauftragte einen Etat zur Verfügung haben. „Wenn ich kein Geld mehr für Veranstaltungen habe, dann muss ich in Sachen Nachhaltigkeit auch nichts mehr konzeptionieren.“ In einem verwaltungsinternen Zirkel haben sich die Verantwortlichen darauf geeinigt, zwar einerseits das Budget zu kürzen, das Ressort aber handlungsfähig zu halten.

So sind für Gleichstellungsfragen im kommenden Jahr 1650 Euro im Veranstaltungstopf, dieses Jahr waren es noch 3260 Euro. Veranstaltungen zur Lokalen Agenda 21 – eine freiwillige Leistung der Kommune – dürfen 2011 nur 2800 statt 6300 Euro kosten. Und für Events des Lokalen Bündnisses für Familien – ebenfalls keine gesetzlich festgeschriebene Leistung – darf Elisabeth Wilfart 2011 nur noch 2500 Euro ausgeben. Im vergangenen Jahr waren es 4000, in diesem Jahr noch 3500 Euro.

Das setzt die Zustimmung der Kommunalpolitiker voraus. In den kommenden Wochen will die Gleichstellungs- und Agendabeauftragte in den Gremien dafür werben, die Vorschläge von „Horváth & Partners“ nicht unverändert zu übernehmen. Vermehrt sollen zusätzlich Mittel bei Sponsoren akquiriert werden. Und eine weiter wachsende Rolle werde auch das ehrenamtliche Engagement spielen.

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