Recyclinghof: Witterung senkt Besucherzahl

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Einen spürbar geringeren Besuch als 2012 registrierte der STL im ersten Halbjahr 2013 auf dem Recyclinghof.

Lüdenscheid - Die überwiegend miese Lüdenscheider Witterung im ersten Halbjahr lässt sich auch an den Besucherzahlen des STL-Recyclinghofes ablesen: In den ersten sechs Monaten 2013 passierten 5225 Anlieferer weniger als im Vorjahr das Tor am Fuhrpark. Insgesamt kamen aber immer noch 115.862 Besucher zum Recyclinghof.

Besonders gravierend machte sich der Wintereinbruch im März bemerkbar: Statt 23 289 Besucher wie im frühlingshaften März 2012 kamen dieses Mal nur 17.634. Offenbar horteten etliche Bergstädter ihre wiederverwertbaren Abfälle und brachten sie dann gehäuft im April zur zentralen Annahmestelle im Stadtgebiet: Da zählte der STL nämlich mit 22.746 Anlieferern 3264 mehr als im April des Vorjahres.

„Ich gehe davon aus, dass neben dem Wetter auch die sinkende Bevölkerungszahl zu einem Rückgang der Besucherzahlen geführt hat“, erklärte Frank Bäcker, Leiter des Recyclinghofes. Mittlerweile leben in Lüdenscheid wie berichtet laut Statistik weniger als 75.000 Menschen.

Auch die angelieferte Tonnage wiederverwertbarer Abfälle aller Art ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 deutlich gesunken: von 4021 Tonnen auf 3496 Tonnen in den ersten sechs Monaten 2013. Auch hier zeigt sich der „ausgefallene Frühling“: Allein bei den Grünabfällen schütteten die Lüdenscheider mit 343 Tonnen 377 Tonnen weniger Rasen-, Strauch- und Baumschnitt in die Grünabfall-Container als im Vorjahr (720 Tonnen).

Sorgen bereitet dem STL das Zählwerk im Eingangsbereich des Recyclinghofes, das seit Mitte 2003 verlässliche Daten liefert – bisher. Denn die veraltete Software bringt das STL-Team immer öfter ins Schwitzen, ehe sie die Zahlen im Computer gesichert haben. „wir prüfen, ob es vernünftige modernere Systeme gibt, um auch in Zukunft verlässliche Auswertungen erhalten zu können“, sagte Bäcker. Dank des Zählwerkes sei auch ein optimierter Einsatz des Personals möglich. So habe man in Absprache mit der Belegschaft vor drei Jahren vom 3- auf den 2-Schicht-Betrieb umgestellt, damit in der besucherstärksten Zeit zwischen 10 und 16 Uhr alle Mann im Einsatz seien.

Der besucherstärkste Tag bleibe der 31. Oktober 2011 mit 1536 Anlieferern. „Da hätten wir prima einen Ampelbetrieb gebrauchen können“, erinnert sich Bäcker schmunzelnd. - wok

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