Geburtstag am Fuhrpark: Recyclinghof wird 15

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STL-Mitarbeiter Patrick Weber (l.) an der Sammelstelle für Schadstoffe mit Frank Bäcker und Andreas Fritz (r.).

Lüdenscheid - Am 20. Mai 2000 ging der Recyclinghof am Fuhrpark in Betrieb. Mit fast einer Viertelmillion Anlieferungen im Jahr ist er in Lüdenscheid längst zur Institution geworden. Den 15. Geburtstag will der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb (STL) zusammen mit den Nutzern begehen.

Von Florian Hesse

Für Lüdenscheider Kindergärten ist ein Malwettbewerb ausgelobt, am Pfingswochenende, 23. Mai, ist am Samstag Tag der offenen Tür, den gesamten Mai über werden Bio- und Papiertonnen für 35 statt 64 Euro abgegeben und auch die 40-Liter-Säcke Kompost werden zum Beginn der Gartensaison zum Sonderpreis verkauft, kündigen Frank Bäcker, Leiter des Betriebshofs, und der stellvertretende Werkleiter Frank Bäcker an.

Die Kinder als jüngste Kunden stehen im Mittelpunkt des Jubiläums. „In den vergangenen Jahren haben uns viele Kindergärten besucht und wir haben erfahren, wie beeindruckt die Kinder von der Arbeit hier sind. Das hat uns sehr gefreut“, sagt Werkleiter Heino Lange.

Insgesamt 42 Einrichtungen wurden daher angeschrieben und können sich mit je einer Arbeit am Wettbewerb beteiligen. „Was fällt euch zum Thema Recycling ein?“, lautet die Frage. Am 23. August werden die Bilder auch am Fuhrpark zu sehen sein. Die Gewinner-Arbeit wird mit 300 Euro bedacht, Platz zwei und drei mit 200 beziehungsweise 100 Euro.

Auch der Lüdenscheider Kinderschutzbund ist am 23. Mai beteiligt: Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer backen Waffeln für die Besucher, die voraussichtlich an jenem Samstag nach Frühjahrsputz und Gartenarbeit zuhauf kommen dürften.

Welche Bedeutung der Recyclinghof für Lüdenscheid und für den STL selbst hat, wird bereits an einigen Zahlen deutlich. Fast 8000 Tonnen Wert- und Schadstoffe, die sonst über eigene Systeme gesammelt werden müssten, werden dort jedes Jahr erfasst und sortiert. 20 666 Nutzer kommen durchschnittlich in jedem Monat, um dort ihren Sperrmüll, Grünschnitt oder alte Elektrogeräte abzugeben.

Im Unterschied zu anderen Städten biete Lüdenscheid den Bürgern diesen Service kostenfrei an und finanziere ihn aus den allgemeinen Abfallgebühren heraus. „Überschaubar, einfach und mit geringem Verwaltungsaufwand verbunden“, so skizziert Andreas Fritz die Vorteile des Lüdenscheider Systems.

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