Der neue Spielplan

Meckerbox und Fliewatüüt

+
Die neue Spielzeit wird bunt und abwechslungsreich - hier Winfried Glatzeder in "Wir sind die Neuen".

Lüdenscheid - Eigens in Richtung Jahresbeginn verlegt wurde die Vorstellung des neuen Spielplans für die Theaterspielzeit 2018/2019. Immerhin müssen die Gelder bewilligt werden, die Verträge mit Tourneetheatern erst möglich machen. Rund 328 000 Euro werden benötigt – Geld, das der Rat in seiner Sitzung Anfang März bewilligen muss, will man den Spielbetrieb aufrecht erhalten.

Die Abonnentenzahlen sinken, leitete Kulturhausleiterin Rebecca Egeling die Vorstellung ihres ersten, eigenständig erarbeiteten Spielplanes ein. In der Reihe A in den letzten zehn Jahren von 190 auf 154, in der Reihe B habe sich die Zahl halbiert, in der Reihe C sei der Schwund noch krasser. Und im Jugendbereich gibt es nur noch eine Handvoll Abos. Insofern wolle sie kleine Experimente in den Spielplan einbauen, um zu sehe, wie die Lüdenscheider darauf reagieren.

In den Kindertheaterreihen kommen bewährte Ensemble nach Lüdenscheid. Die Konzertdirektion Bingel wird „Hui Buh“ präsentieren, ebenso „Michel aus Lönneberga“. Das Rheinische Landestheater Neuss bringt „Kalif Storch“ ins Kulturhaus, das Westfälische Landestheater „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“. Und mit dem Jungen Theater Bonn ist eine neue Theatergruppe für Lüdenscheid engagiert.

Mit Stücken um Freundschaft, Emanzipation und Lebenswillen, aber auch partizipative Stücken, die von der Interaktion mit dem Publikum leben, will Egeling das Jugendtheater neu beleben und mit einer neuen Reihe die Lücke zwischen den Zehn- und 14-Jährigen schließen. Orchester wie die Philharmonie Vogtland oder das Schlesische Kammerorchester beleben die Sinfoniekonzerte, bei den Meisterkonzerten werden Ensemble wie Asterion oder auch das Trio Unico zu Gast sein. In Kooperation mit der Stiftung Altstadtorgel ist ein Konzert in der Erlöserkirche geplant.

Gegliedert worden sind im neuen Spielplan auch die Aboreihen: A bleibt klassisch, tragisch und dramatisch, die Reihe B eher Boulevard und Volkstheater, und die Reihe C ist Filmadaptionen und Bestsellern vorbehalten. Hier wird auch die Produktion „Kummerkasten Menschenstadt“ von Billinger und Schulz angesiedelt, bei der sich Lüdenscheider in einer Meckerbox ihren Ärger von der Seele reden können. Billinger und Schulz konzipieren daraus ein Theaterstück.

In der Reihe Bistro K. konnten Konrad Stöckel, die musikalische Kabarettistin Corinna Fuhrmann, die Text Pistols und „Kopfkino“ verpflichtet werden. 

Hinzu kommen in der neuen Spielzeit diverse Veranstaltungen aus der sehr erfolgreich laufenden Poetry-Slam-Reihe und Folkkonzerte unter der Regie des Kulturvereins „Kalle“, der im Sommer zu Ehren des Stadtgeburtstages ein großes Folkkonzert veranstaltet. Zwischen dem 31. August und dem 2. September plant Egeling eine Eröffnung der neuen Spielzeit mit einem Familientag und am Sonntagabend der Einführung in die Konzertreihen. Aufspielen wird dabei das Märkische Jugendsinfonieorchester.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare