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Reaktion auf Coronavirus: Kostal schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

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Von: Jan Schmitz

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Der Kostal-Konzernsitz an der Bellmerei in Lüdenscheid. © Nougrigat

Lüdenscheid - Die Lage beim größten Lüdenscheider Arbeitgeber Kostal blieb auch am Mittwoch unübersichtlich. So viel aber steht fest: Als Reaktion auf die Corona-Krise meldet der Konzern zumindest für einen Teil seiner mehr als 2 000 Mitarbeiter am Standort Lüdenscheid Kurzarbeit zum 1. April an.

Eine offizielle Bestätigung der Kostal-Geschäftsführung oder vom Betriebsrat war trotz mehrerer Versuche nicht zu erhalten. Beide befanden sich fortlaufend in Verhandlungen über einzelne Betriebsvereinbarungen zur Kurzarbeit. 

Hintergrund ist nach Informationen unserer Zeitung, dass zunächst eine Rahmen-Betriebsvereinbarung für alle Sparten abgeschlossen worden war. Sie gilt für ein Jahr. Innerhalb dieses Rahmens werden nun für jeden Konzernbereich, teilweise für jede einzelne Abteilung eigene Betriebsvereinbarungen geschlossen.

Erste Einzelvereinbarungen wurden am Mittwoch bereits umgesetzt. Im Bereich der Fertigung stehen mit wenigen Ausnahmen ab sofort alle Bänder still. So schickt das Unternehmen zunächst bis Ende April alle Mitarbeiter im Bereich Kostal Automotive in die Kurzarbeit. Den Lüdenscheider Automobilzulieferer trifft der Produktionsstopp der Automobilhersteller mit voller Härte. In der Folge brachen Aufträge weg.

Wie die Situation im Bereich Kontaktsysteme ist, blieb gestern unklar. Zunächst nicht von Kurzarbeit betroffen sind dem Vernehmen nach der Bereich Industrieelektrik sowie weite Bereiche der Verwaltung.

Auch der Lüdenscheider Konzern Kostal gerät wegen der Corona-Folgen im Juli unter Druck. Im Ausland bei Kostal drohen sogar Werksschließungen

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