Rathaustunnel: Das große Chaos bleibt aus

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Gähnende Leere an der Tunnelmündung Altenaer Straße: Die Zufahrt in die Röhre ist weiträumig abgesperrt.

Lüdenscheid - Absperrbaken, ausgeschaltete Ampeln, Baufahrzeuge – um 7 Uhr begannen Männer des STL und Spezialisten von Fachfirmen am Morgen mit den ersten Sofortmaßnahmen der Sanierung im abgeriegelten Rathaustunnel. Das befürchtete Verkehrschaos blieb nach Polizeiangaben aber aus.

In der nebligen Morgendämmerung nahmen die Bauleute die beiden Röhren zwischen Altenaer und Kölner Straße in Beschlag.

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Während STLer alte Feuerwehrschläuche hinter verrosteten Stahltüren hervorholten und Verschläge im verrußten Mauerwerk öffneten, ging es an anderer Stelle „hoch her“: Ein Schwerlast-heber der Firma Kempmann postierte sich unter den Lüfterturbinen, und Spezialisten von Jungkurth und der Bauschlosserei Lukas & Schönewolf begannen mit der Demontage der Lüfter. Gegen 9 Uhr lag die erste Turbine im Schrottcontainer.

Auf den umliegenden Straßen der Innenstadt gestaltete sich der Berufsverkehr zähflüssig und stockend. Ein Polizeisprecher berichtet von vereinzelten Rückstaus. Das große Chaos aber sei ausgeblieben, von Beschwerden durch Autofahrer nichts bekannt.

STLer bergen alte Feuerwehrschläuche und schaffen Platz für die nächsten Schritte der Sanierung des Rathaustunnels.

Auch bei der MVG bemühte man sich um Gelassenheit. Umleitungen wegen des gesperrten Rathaustunnels seien „nicht so problematisch“, sagte MVG-Sprecher Jochen Sulies. „Das kennen wir ja von Tunnelfeten während des Stadtfestes oder vom Firmenlauf.“ Aus der Leitstelle des Verkehrsunternehmens hieß es ebenfalls „Keine besonderen Vorkommnisse“. In Spitzenzeiten des Berufsverkehrs sei es zu kleinen Verspätungen gekommen, auf der Linie 54 und S2 hätten die Busse bis zu zehn Minuten Verzug gehabt.

Die Verbindungstür zwischen den Röhren.

Für die Fahrten der Lösch- und Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr ergeben sich durch die Tunnelsperrung übrigens keine Veränderungen. Schon seit der Sperrung einer der Fahrspuren und erst recht seit der Teilsperrung am Freitag gelte für die Feuerwehr die Anweisung, den Rathaustunnel zu umfahren, sagt Feuerwehr-Sprecher Jörg Weber.

Auch bei einem Feuer-Alarm wirken sich die Bauarbeiten in der wichtigen Verkehrsverbindung laut Weber nicht auf die Einsatzzeiten der Wehr aus. „In Richtung Norden und Nordwesten rücken wir über die Bahnhofsallee und Zum Weißen Pferd aus. Alle anderen Fahrten wickeln wir über Heedfelder Straße oder Weststraße ab.“

Olaf Moos

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