Polizei sucht Zeugen

Rathaustunnel: Kriminelle betreten Sperrzone - Polizei darf ohne Schutzanzug nicht rein

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Am Eingang Kölner Straße wurde die Tunnelabdeckung aufgedrückt. 

Lüdenscheid – Das Betreten des abgesperrten Rathaustunnels ist wegen der Asbestbelastung streng verboten. Das hielt Kriminelle über den Jahreswechsel aber nicht davon ab, in die luftdicht verschlossene Röhre einzudringen und mehrere Geräte zu stehlen.

Die Polizisten, die den Diebstahl am Montag vor Ort aufnahmen, mussten dagegen draußen bleiben – weil sie keine Schutzkleidung dabei hatten. 

Am Montag wollte die Firma Schuh die unterbrochene Probesanierung im gesperrten Rathaustunnel fortsetzen. Sofort bemerkten die Mitarbeiter, dass etwas nicht stimmte. Die Stromversorgung war unterbrochen. 

Anschließend stellten sie fest, dass Unbekannte eine Holzwand neben der verschlossenen Eingangstür an der Kölner Straße aufgedrückt hatten. Durch die Öffnung gelangten die Diebe in die Sperrzone. Vier Stromverteilerkästen und zwei Kabel sammelten sie ein und verursachten so einen Schaden im vierstelligen Euro-Bereich. 

Starkstromanlagen wurden abgeschaltet und gestohlen

Da es sich um Starkstromanlagen handelt, müssen die Unbekannten entsprechende Kenntnisse gehabt haben, vermutet Bauleiter Carsten Spreemann. Für den Abtransport war ein größeres Fahrzeug erforderlich. Asbestfasern seien durch die Öffnung nicht in die Umwelt gelangt.

Die Tat ereignete sich zwischen dem 20. Dezember und dem 6. Januar. Hinweise erbittet die Polizei unter Tel. 02351/90990.

Im April war die östliche Tunnelröhre wegen Asbest-Verdachts gesperrt worden. Kurz vor Weihnachten begann die Probesanierung. Dafür wurde eine Art "Sarkophag" im Tunnel errichtet

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