Gutachter legt sich fest

Rathaustunnel: Korrosionsschäden „harmlos“ - Sandstrahlen als Lösung

Rückstau bis in den Tunnel hinein: Der Rathaustunnel bleibt noch bis Herbst 2023 Nadelöhr.
+
Rückstau bis in den Tunnel hinein: Der Rathaustunnel bleibt noch bis Herbst 2023 Nadelöhr.

Die Korrosionsschäden am Rathaustunnel in Lüdenscheid sind weniger schlimm als befürchtet. Eine weitere Bauzeitenverzögerung durch den Rost-Fund in der Bewehrung sei nicht zu befürchten. Mit dieser überraschenden Aussage korrigierte der Straßenbaulastträger Straßen.NRW am Donnerstag seine Angaben vom 2. August.

Damals hatte Straßen.NRW auf Anfrage von Korrosionsschäden in der Bewehrung im Beton gesprochen, die nach Abtragen der asbesthaltigen Platten sichtbar wurden. Für die Beseitigung der Korrosionsschäden sei bereits die Erarbeitung eines Sanierungskonzept in Auftrag gegeben worden, hieß es damals aus der Pressestelle. Am Donnerstag dann die plötzliche Kehrtwende.

Der beauftragte Gutachter habe vor Ort noch einmal die Korrosionsschäden in Augenschein genommen. Dabei hätten sich die vermeintlichen Roststellen „als harmlos herausgestellt“, wie Straßen-NRW-Sprecher Andreas Berg erklärte. Die Schäden seien im Rahmen des normalen Alterungsprozesses entstanden und nicht besorgniserregend. Der Stahl sei nur angerostet. Mit Sandstrahlen und dem Aufbringen von Spritzbeton könnten die Schadstellen ohne Weiteres beseitigt werden.

Damit kommt es nach Angaben von Straßen.NRW zu keinen weiteren Verzögerungen. Ziel ist es nun die beiden Tunnelröhren im Herbst 2023 wieder für den Verkehr freizugeben. Am Mittwoch hatten Vertreter des Landesbetriebs, der ausführenden Baufirma sowie Gutachter den Baufortschritt gemeinsam begutachtet und die Asbestsanierungsarbeiten in der südlichen Tunnelröhre auch offiziell „erfolgreich abgeschlossen“.

Nun laufen im nächsten Schritt die ursprünglich die geplanten Instandsetzungsarbeiten in nun der asbestfreien Tunnelröhre an. Hierbei finden unter anderem Stahlbetonsanierungs- und Brandschutzarbeiten sowie Arbeiten an der Entwässerung statt. Alles planmäßig, wie Straßen.NRW versichert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare