Rathaustunnel: „Da hat keiner gepennt“

LÜDENSCHEID  - „Es wurden immer alle vorgeschriebenen Wartungen durchgeführt. Nur gelten heute schärfere Kriterien für die Betreibung des Rathaustunnels als vor 40 Jahren. Daher ergibt sich jetzt ein ganz anderer Sanierungsbedarf. Gepennt hat aber im Vorfeld keiner“, betont Bürgermeister Dieter Dzewas und verteidigt auch die Geschwindigkeitskontrollen.

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Höhere technische Standards erforderten die nun durchzuführenden Arbeiten. „Dabei werden zum Teil bestimmte finanzielle Schwellenwerte überschritten, so dass europaweite Ausschreibungen erforderlich sind“, sagt Dzewas.

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Gespräche mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW, der ja inzwischen die Baulast übertragen bekommen hat, seien, seitdem die Mängel an den technischen Anlagen auftauchten, immer wieder geführt worden und es seien auch schon viele notwendige Maßnahmen zur Offenhaltung des Tunnels erfolgt. Bereits mehr als 200 000 Euro wurden zum Beispiel für die Sicherung der vorhandenen Beleuchtung, die Erneuerung der Brandmeldanlage und der Energieversorgung oder die Risikoanalyse für den provisorischen Betrieb, die im Entwurf vorliegt, ausgegeben.

Auch die Entwurfsplanung ist beauftragt. „Letztlich ging es darum, ob und wie wir den Rathaustunnel unter den gegebenen Umständen betreiben können und eine Vollsperrung vermeiden. Die Verengung der Fahrbahn, verbunden mit einer Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 km/h ist das Ergebnis.“ In diesem Zusammenhang wehrt sich Dieter Dzewas gegen den immer wieder aufkommenden Vorwurf der Abzockerei, seitdem Geschwindigkeitsmessungen im Tunnel durchgeführt werden. Wenn zwischen der Sicherheit der Arbeiter im Tunnel und dem gern angeführten Motto „Freie Fahrt für freie Bürger“ abgewägt werden müsse, dann könne nur die Sicherheit im Vordergrund stehen. „Sanktionen zeigen nun einmal die größte Wirkung. Das weiß doch jeder Verkehrsteilnehmer.“

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