Rathaus bietet Besitzern von Brachflächen Hilfen an

Unterzeichneten gestern im Kleinen Ratssaal den Kooperationsvertrag: Ministerialrat Thomas Lennertz und Bürgermeister Dieter Dzewas.

LÜDENSCHEID - Die Besitzer von sieben größeren Grundstücken hatte Bürgermeister Dieter Dzewas gestern Abend in den Ratssaal eingeladen, um ihnen ein ungewöhnliches Angebot zu machen: Mit der Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft BEG und der Landesgesellschaft NRW.Urban will es die Stadt im Pilotprojekt „Flächenpool NRW“ schaffen, dass die im Schnitt 5000 Quadratmeter großen Flächen besser genutzt werden. Und zwar im Sinne der Eigentümer wie auch der Stadtentwicklung.

Wer als Immobilienbesitzer einverstanden ist, erhält jetzt Expertisen zur Verwendbarkeit seines Grundstücks, zur Nachfrage am Markt für realistische Nutzungsziele, zu den Plänen der Stadt für seinen Bereich oder auch zur Altlastenfrage. „Wir prüfen: Was ist möglich, was ist rentabel? Viele wissen das ja gar nicht“, erläuterte der BEG-Geschäftsführer, Ministerialdirigent Thomas Lennartz.

Dzewas, Planungsamtsleiter Martin Bärwolf und der städtischen Wirtschaftsförderer Edgar Weinert erklärten, was sich die Stadt vom gestern abgeschlossenen Vertrag mit der BEG verspricht. Dzewas dazu: „Wir sind dank der Verbindungen des scheidenden Landtagsabgeordneten Bernd Schulte und von Edgar Weinert zur BEG als eine von zehn Kommunen für diesen Testlauf ausgesucht worden. Wir wollen jetzt unser Stadtzentrum stärken und brach liegende oder mindergenutzte Grundstücke aktivieren.“ Die Eigentümer wiederum könnten Grundstücke lukrativ nutzen, statt womöglich noch Unterhaltungs- oder Absperrkosten zu berappen.

Bärwolf und Weinert betonten, dass die Stadt mit der Umwandlung von Flächen schon viele Erfahrungen gesammelt hat – ob bei der Konversion der Belgier-Kasernen, im Wohnungsbau an der Gartenstraße, bei der Umnutzung des alten Insta-Geländes oder bei den Bahnhofsflächen. „Dieses Projekt passt hier ins Konzept“, sagte Bärwolf.

Der Flächenpool hat klare Spielregeln: Die Stadt sichert den Eigentümern die vorrangige Behandlung ihrer Flächen zu. Im Gegenzug erklären die Besitzer ihre Mitwirkungsbereitschaft. Dann geht‘s ans Eingemachte. Und dazu zählen neben Klarheit über Standorteigenschaften und Perspektiven der Fläche auch Kostensicherheit und -transparenz.

Zügig muss es obendrein gehen, wie Lennertz betonte: „In einem Jahr müssen wir dem Landtag Bericht erstatten.“ Erfolgsgarantien gebe es bei einem Pilotprojekt naturgemäß nicht. „Aber wir sind sehr optimistisch.“

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