Rat: Einigkeit über Stiftung und Agentur

LÜDENSCHEID ▪ Ob der CDU-Antrag zur Gründung einer Kunststiftung oder der SPD-Antrag zur Beauftragung einer Agentur, um die Gewerbepark Rosmart GmbH bei der aktiven Vermarktung der Flächen zu unterstützen – die Ratssitzung war am Montag von schnellen Kompromissen geprägt.

Zwar hatte CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling zunächst die Verwaltung beauftragen wollen, bis zur nächsten Hauptausschusssitzung rechtliche und inhaltliche Bedingungen für die Gründung einer Kulturstiftung vorzulegen. Doch der SPD-Fraktionsvorsitzende Ingo Diller bat, dies mit in die Haushaltsberatungen der SPD nehmen zu können, die eine Woche später anberaumt sind. „Wir wollen ein Signal setzen, da ist uns der Termin egal“, meinte Fröhling. „Wir müssen den gesamten Haushalt vorliegen haben, um entscheiden zu können“, meinte auch Angelika Linnepe (Lüdenscheider Liste). Hintergrund ist, wie berichtet, das Angebot der Eheleute Crummenerl, die zum Erhalt der Städtischen Galerie eine Stiftung gründen und Kunstwerke sowie Vermögen einfließen lassen wollen. „Um bürgerschaftliches Engagement zu fördern und nicht im Keim zu ersticken, ist es unseres Erachtens notwendig, Angebote von privaten Stiftern und Spendern ernsthaft zu verfolgen“, hatte Fröhling den CDU-Antrag begründet. Dem Antrag stimmten alle Ratsmitglieder zu.

Ebenso dem Vorstoß der SPD, die Geschäftsführer der Rosmart GmbH aus den beteiligten Städten Altena, Lüdenscheid und Werdohl durch die Einschaltung einer Agentur zu entlasten, die die aktive Vermarktung der Flächen vorantreibt. So weit wie möglich soll das auf Provisionsbasis geschehen. Abwarten will der Rat allerdings die Rückmeldung des Aufsichtsrates, welche Agenturen zu welchen Bedingungen die Vermarktung übernehmen könnten.

Ohne Gegenstimmen passierte auch der Antrag der SPD den Rat, die Straße am Bahnhof künftig „Am Brügger Bahnhof“ und nicht – wie vorgeschlagen – „Brügger Bahnhofsweg“ zu nennen.

Vorangegangen war der Sitzung eine Schweigeminute für die Opfer des Busunglücks in der Schweiz, bei dem, wie berichtet, sieben Kinder und zwei Erwachsene aus der Partnerstadt Leuven gestorben waren. Bürgermeister Dieter Dzewas verlas die Namen der Opfer. Auf einer Kopie waren die Porträts der sieben Kinder abgebildet.

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