Rat: Ehrenplakette für Lührs und Morisse

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Ehrenplakette der Stadt Lüdenscheid für Hermann Morisse (links) und Bernd-Rüdiger Lührs (2.v.r.), im Bild mit Bürgermeister Dieter Dzewas und Lührs’ Lebensgefährtin Rita Schoska.

Lüdenscheid - „Sie haben Spuren in der Stadt hinterlassen.“ So würdigte am Montag Bürgermeister Dieter Dzewas das politische Wirken zweier Kommunalpolitiker, die zum Ende der Wahlperiode freiwillig aus der Politik ausgeschieden sind.

Bernd-Rüdiger Lührs war zunächst für die UWG, danach für die CDU 30 Jahre Mitglied des Rates und verschiedenster Ausschüsse. Hermann Morisse, Gründungsmitglied der Grünen in Lüdenscheid, bestimmte seit 1989 ebenfalls in unterschiedlichsten Gremien die Zukunft Lüdenscheids . Beide erhielten in einer Festsitzung des Rates die Ehrenplakette der Stadt, eine der höchsten Auszeichnungen die Lüdenscheid zu vergeben hat. Der Antrag zur Verleihung erfolgte im gemeinsamen Antrag aller Fraktionen im Juni.

Mit Lührs Namen verbunden ist insbesondere die Entstehung des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebes (STL), dessen Werksausschussvorsitzender er von Beginn an war. Die Umwandlung der rein städtischen „Müllabfuhr“, Amt 70, das so genannte Fuhramt, in eine „eigenbetriebsähnliche Einrichtung“ und damit zum Dienstleistungsunternehmen ging auf seine Initiative zurück. Mit Ecken und Kanten, aber immer an der Sache orientiert habe er für den STL diskutiert und auch gestritten, hieß es gestern.

In einem ganz anderen Zusammenhang wurde Morisse zum „politischen Schwergewicht“, wie Dzewas beide nannte. Der Grüne, der die Partei vor Jahren schon aufgrund politischer Differenzen verlassen hatte, war 20 Jahre unumstrittener Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses. In ihm stellte er die Weichen unter anderem für den Lüdenscheider Personalstandard in Kitas und für eine Verstärkung der präventiven „Frühen Hilfen“.

Musikalisch untermalte das Streicherensemble der Musikschule unter Leitung von Karin Zabel den festlichen Anlass. - flo

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