Umfangreiche Umbauten an den Rastanlagen

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Schwere Baufahrzeuge prägen derzeit das Bild auf der Raststätte Sauerland-West: Im Zuge der Erneuerungen wird unter anderem ein neues Regenrückhaltebecken gebaut.

Lüdenscheid - Schwere Baumaschinen und Berge von ausgehobener Erde prägen derzeit das Bild an der Rastanlage Sauerland-West. Denn sowohl dort als auch auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn 45 stehen grundlegende Veränderungen an. Es werden nämlich – wie an vielen Raststätten – nicht nur neue Stellplätze für Lkw geschaffen, sondern auch die Rastanlagen selbst erneuert.

Wie Michael Overmeyer vom Landesbetrieb Straßen NRW auf Anfrage der LN erklärt, sind insgesamt Baukosten in Höhe von 14 Millionen Euro veranschlagt, um beide Anlagen zu erneuern beziehungsweise zu erweitern. Hintergrund sind die Prognosen für das Verkehrsaufkommen im Jahr 2020: Demzufolge steige die Zahl der Pkw, die täglich an den Rastanlagen vorbeifahren, von 61.906 im Jahr 2005 auf 76.777 im Jahr 2020. Die Zahl der Lastwagen soll im selben Zeitraum von 14.222 auf 22.525 steigen.

Um den Lastwagenfahrern also in Zukunft mehr Parkraum für ihre Ruhezeiten zu ermöglichen, sehen die Planungen wie folgt aus: Auf der Raststätte Sauerland-Ost reduziert sich die Zahl der Pkw-Stellplätze von 88 auf 65, damit die Zahl der Lkw-Plätze von 24 auf 54 erhöht werden kann. Zudem wird die Zahl der Busstellflächen von sieben auf vier reduziert. „Denn zusätzliche Flächen, die wir nutzen könnten, stehen dort nicht zur Verfügung“, so Overmeyer. Etwas anders sieht es auf der Raststätte Sauerland-West in Fahrtrichtung Süden aus: Dort soll sich die Zahl der Pkw-Plätze von 68 auf 91 erhöhen, die der Lkw-Plätze von 24 auf 64. Die Zahl der Busplätze wird von sieben auf drei reduziert.

Doch damit nicht genug: Auch die vorhandenen Rastanlagen werden erneuert beziehungsweise durch sogenannte Kompaktanlagen ersetzt. Das heißt: Die bauliche Trennung des Tank- und Rastbereichs wird künftig aufgehoben, die Gebäude zusammengelegt. Neben einer neuen Grundausstattung für die Anlagen seien auch neue Ruhezonen mit Sitzgruppen und Bänken sowie eine neue Straßenbeleuchtung geplant. Doch bis es soweit ist, dürfte noch einige Zeit ins Land gehen. Wie Michael Overmeyer erklärte, seien diese Arbeiten nicht mehr für dieses Jahr vorgesehen, weitere Planungs- und Abstimmungstermine erforderlich. „Aktuell läuft der Bau einer neuen Entwässerungsanlage.“

Die vorhandene Situation entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen an den Gewässerschutz. So werde zum Schutz des Gewässers bei Öl- und Schadstoffunfällen ein Klärbecken für die Regenwasserbehandlung erforderlich. Auch die Streckenentwässerung werde im Zuge des Umbaus auf beiden Seiten neu geordnet. Autofahrten auf der A 45 sollen durch die Arbeiten übrigens „nicht wesentlich“ beeinträchtigt werden. Lediglich das Parkplatzangebot auf den Rastanlagen werde während der Bauzeit nicht vollständig zur Verfügung stehen, die Tank- und Rastanlagen sollen aber geöffnet bleiben.

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