Raserei im Wiesental: Anlieger haben die Nase voll

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Die Eggenscheider haben die Nase voll: Immer stärker missbrauchen Auto- und Motorradfahrer ihre Anliegerstraße als Abkürzung zwischen dem Rahmedetal und dem Autobahnzubringer Lüdenscheid Nord.

Lüdenscheid - Die Eggenscheider haben die Nase voll: Egal, ob Tempokontrollen, Hindernisse wie Schwellen oder Blumenkübel, mehr Schilder oder Fahrbahnmarkierungen – die Anwohner der Straße Im Wiesental fordern Maßnahmen gegen den schnellen Durchgangsverkehr durch ihre Siedlung.

Jetzt hat sich die Politik eingeschaltet. Die Anlieger hoffen auf baldige Verkehrsberuhigung. 

Die ist planerisch längst umgesetzt. Denn im Wiesental herrscht ein 30er-Tempolimit, außerdem ist die Durchfahrt nur für Anlieger frei. Doch Carolin Tillmann, Initiatorin des Protestes, und ihre Nachbarn beobachten, wie immer mehr Fahrzeuge – unter ihnen zahlreiche Lastwagen – die Straße als Abkürzung zwischen Rahmedetal und Autobahnzubringer entlang rollen und die Fahrer aufs Tempolimit pfeifen. 

Zum Ortstermin mit rund 30 empörten Anliegern kamen die CDU-Ratsvertreter Björn Weiß, Daniel Kahler und Elisabeth Siebensohn – und brachten den städtischen Verkehrsplaner Christian Hayer gleich mit. 

Der konnte zwar keine schnelle Abhilfe versprechen. „Alle Fahrer kriegen wir nicht raus, es kann höchstens eingedämmt werden.“ Aber er werde das Ordnungsamt und die Polizei über das Problem informieren. 

Hayer warnte die Nachbarn davor, selbst Schilder aufzustellen, die den Anschein amtlicher Hinweise erwecken. Zunächst sollen Messungen vorgenommen und „belastbare Daten“ erhoben werden, so Hayer. 

Der Bauausschuss soll das Thema in seiner Sitzung am 11. September beraten. Immerhin dafür gab es einen kleinen Applaus am Straßenrand.

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