Randalierer auf Sternplatz: Schaulustige behindern Arbeit der Polizei

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Mit Plakaten wie diesem soll die Lüdenscheider Kampagne für „Mehr Respekt!“ gegenüber Einsatzkräften werben.

Lüdenscheid -Ein aggressiver Mann erregte am vergangenen Samstag Aufmerksamkeit auf dem Sternplatz. Die Polizei musste Verstärkung anfordern, um Herr der Lage zu werden.

Der 40-Jährige randalierte, indem er Passanten anpöbelte, wild gestikulierte, herumbrüllte und gegen einen Mülleimer trat, teilt die Pressestelle der Polizei im Märkischen Kreis mit. Als die Beamten eintrafen und mit dem Lüdenscheider sprachen, füllte sich der bereits schon stark frequentierte Sternplatz mit zahlreichen Schaulustigen. Die Polizisten mussten deshalb weitere Unterstützungskräfte hinzurufen. 

Der aggressive Mann beleidigte die Polizisten lautstark und spuckte in ihre Richtung. In der Zwischenzeit hatten sich rund 100 Personen angesammelt, die teilweise die Situation filmten. Außerdem wirkten sie nach Angaben der Polizei verbal auf die Beamten ein. „Die Maßnahmen der Polizei wurden kirtisiert“, sagt Marcel Dilling, Pressesprecher der Polizei im Märkischen Kreis. 

Die Beamten wollten den Mann in Gewahrsam nehmen. Er setzte sich aber mit Tritten und Schlägen heftig zur Wehr. Erst mit Hilfe eines weiteren Streifenwagens gelang es den Polizistenm den Einsatz zuende zu bringen. Da sich der Mann bei seinem Tritt gegen die Mülltonne verletzt hatte, wurde er im Gewahrsam medizinisch untersucht, teilt die Polizei mit.

Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten ein Tütchen mit Cannabis. Der Lüdenscheider blieb solange in Gewahrsam, bis er sich beruhigt hatte. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung, Bedrohung sowie Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. 

Dieser Einsatz hat wieder einmal gezeigt, dass Schaulustige die Arbeit von Einsatzkräften behindern können. Die Kampagne „Mehr Respekt!“ der Polizei fordert dazu auf, Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit nicht zu stören und auf Fotos und Videos von Opfern zu verzichten.

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