Ramadanfest: Stadion wird zur Gebetsstätte

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Das Nattenberg-Stadion wurde am Sonntag - zum Abschluss des Ramadan - zur provisorischen Gebetsstätte vieler Muslime.

Lüdenscheid - Für viele Muslime war es ein besonderes Geschenk – und zugleich der besondere Abschluss eines Ramadans, der in Zeiten von Corona so ganz anders ablief als gewöhnlich: Die Gläubigen bekamen am Sonntagmorgen die Möglichkeit, im Nattenberg-Stadion das Festgebet zum Ramadanfest zu zelebrieren – unter Einhaltung diverser Regeln.

Und die Resonanz war „mega-positiv“, wie Farid Ouhbi, Vorstand des Vereins Marokkanische Moschee für Moslems im MK, berichtete. „Ich kann es gerade gar nicht in Worte fassen. Ich bin einfach nur glücklich, dass alles so gut geklappt hat.“ 

Denn noch Anfang vergangener Woche waren die Verantwortlichen davon ausgegangen, das Festgebet absagen zu müssen. „Doch wir waren uns einig, nichts unversucht lassen zu wollen.“ 

Der letzte Strohhalm war die Stadt. „Bis Mittwoch sollten wir ein Konzept vorlegen, das letztlich auch so genehmigt wurde“, erinnert sich Ouhbi an eine schlaflose Nacht, aber auch die große Hilfsbereitschaft der Verantwortlichen von Verwaltung und Sportvereinen, denen der Vorsitzende ein großes Dankeschön ausspricht. „Das war ein Akt der schönsten Nachbarschaftshilfe“, beschreibt es Mit-Organisator Mohammadi Akhabach. 

Und so trugen am Sonntag nicht nur zahlreiche freiwilligen Helfer zu einem reibungslosen Ablauf bei, sondern auch die Gläubigen selbst, die alle Sicherheitsvorkehrungen gewissenhaft befolgten. Sowohl um 8 als auch um 9.30 Uhr hatten jeweils einhundert Frauen und Männer die Möglichkeit, an Gebet und Predigt teilzunehmen. 

Abstandsregeln, eigene Gebetsteppiche, keine Umarmungen sowie die Erfassung von Personaldaten – in Zeiten der Corona-Pandemie galten besondere Regeln. „Aber es hat alles geklappt, jeder hat sich an die Vorgaben gehalten. 

Die Leute waren einfach froh und dankbar über diese Möglichkeit“, beschreibt Farid Ouhbi das Feedback. „Ich denke, wir haben das Allerbeste aus der Situation gemacht.“

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