Rahmenprogramm zur Ausstellung: Die Literatur Westfalens

Beeindruckende Fotografien Leuvens werden in den Museen der Stadt gezeigt.

Lüdenscheid - Bereits am kommenden Sonntag, 28. September, beginnt das umfangreiche Begleitprogramm zu der am Samstag eröffneten Ausstellung „Leuven, August 1914 – die Unschuld verloren“ in den Museen der Stadt am Sauerfeld. Auftakt ist eine öffentliche Führung in Begleitung von Michaela Ernst, wissenschaftliche Mitarbeiterin und eine der Kuratorinnen der Ausstellung.

„Mit dem Ausruf ,Weihnachten sind wir wieder zuhause’ zogen viele Kriegswillige im August 1914 in den großen Krieg“, heißt es dazu in den Flyern, die an vielen öffentlichen Stellen in der Stadt zu haben sind. Das persönliche Erleben von Soldaten, Künstlern und der Zivilbevölkerung spiegelt sich in zahlreichen Briefen und Tagebüchern wider, auf denen im Rahmen der öffentlichen Führung das Hauptaugenmerk liegt. Beginn der Führung ist um 16 Uhr.

Am Abend des Sonntages startet um 18 Uhr der erste Vortrag zur Ausstellung. Im Mittelpunkt stehen der Literaturwissenschaftler Arnold Maxwill und die Literatur Westfalens zwischen 1914 und 1918. Der Erste Weltkrieg war eine militärische, aber auch eine kulturelle Konfrontation. Neben Hochschullehrern und Publizisten nutzten insbesondere die Schriftsteller die Gelegenheit, darzustellen, was sie als die Wahrheit zu erkennen glaubten. Texte und Gedichte sollten vor allem in Westfalen eine neue Mentalität von Schicksalsgemeinschaft etablieren. Der Vortrag findet in den Museen der Stadt statt und gibt einen Überblick über die Literatur dieser Zeit.

Am Samstagnachmittag war die Ausstellung, die großformatige Aufnahmen aus dem von deutschen Truppen zerstörten Leuven zeigt, kombiniert mit ausdrucksstarker Kunst, in den Museen eröffnet worden. Zahlreiche Gäste machten sich einen ersten Eindruck davon, mit welcher Brutalität und Grausamkeit die heutige Partnerstadt Lüdenscheids zerstört wurde. Die Ausstellung ist bis zum 18. Januar 2015 zu sehen. Sie wird unter anderem auch von Vorträgen über die Kunst um 1914 und das Wiederaufleben von religiösen Motiven in der bildenden Kunst, vom Krieg und Alltagsbewusstsein im Ersten Weltkrieg, von den Künstlern, aber auch vom zerstörten Bild des Menschen im Krieg begleitet.

Der Eintritt in die Ausstellung kostet vier Euro für Erwachsene, ermäßigt zwei Euro. Wer an den öffentlichen Führung am 28. September, 26. Oktober, 2. November, 16. November und 7. Dezember teilnehmen möchte, zahlt einen Euro extra. - rudi

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