Widersinn oder sinnvoll? Radfahrstreifen muss teurer werden - damit er gefördert wird

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An der Parkstraße soll noch in diesem jahr ein Radschutzstreifen angelegt werden.

Lüdenscheid – Gute Nachricht für Fahrradfahrer: Vermutlich noch in diesem Jahr wird die Stadt nach einem Beschluss des Hauptausschusses  einen neuen Radschutzstreifen auf der Parkstraße einrichten.

Der Streifen wird knapp 2,5 Kilometer lang sein und soll von der Tempo-30-Zone in Brügge bis zur Einmündung Weststraße reichen. Die Entscheidung geht auf einen Verwaltungsvorschlag zurück, über den der Bau- und Verkehrsausschuss bereits vor zwei Jahren abgestimmt hatte.

Damals hatten die Fraktionen sich lediglich für die Aufbringung von markierten Linien ausgesprochen. Das hätte etwa 15 000 Euro gekostet – zu wenig, um für die Maßnahme Fördermittel beantragen zu können. Die sogenannte Förderbagatellgrenze für solche Projekte liegt nach Angaben aus dem Rathaus bei 20 000 Euro. Nach aktuellen Planungen soll die Schaffung des Radschutzstreifens nun 80 000 Euro kosten.

In dem neuen Vorschlag der Verwaltung heißt es unter anderem: „ Zusätzlich zu den Markierungsarbeiten des eigentlichen Schutzstreifens sieht die Planung nunmehr die Markierung des Sicherheitsraumes, das Aufbringen einer deutlich größeren Anzahl an Piktogrammen und die Roteinfärbung des Radfahrstreifens an Einmündungen vor.“

Darüber hinaus seien kleinere Anpassungen der Borde erforderlich. Weiter heißt es in dem Papier: „Insgesamt bedeutet dies einen deutlich gestiegenen Aufwand, der aber der Erhöhung der Sicherheit des Radverkehrs dient.“ Die Förderquote liegt nach den Kalkulationen bei 70 Prozent, das entspricht einem Zuschuss von 56 000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt liegt demnach bei 24 000 Euro. Die notwendigen Arbeiten sollen noch in diesem Jahr in Auftrag gegeben und erledigt werden.

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