Strafanzeige gegen Unbekannt

Radmuttern an Löschfahrzeug der Feuerwehr gelockert: Sabotage nicht ausgeschlossen

Feuerwehr-Fahrzeuge vor Gerätehaus
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Eines der Fahrzeuge des Löschzugs 2 wurde möglicherweise sabotiert.

Bei einer Übungsfahrt mit einem Einsatzwagen des Feuerwehr-Löschzugs 2 Oberrahmede ist es am Montag beinahe zu einer Katastrophe gekommen. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, waren die Radmuttern an der Hinterachse des Löschfahrzeugs gelockert.

Lüdenscheid - Die Räder eierten, die Stahlfelgen waren kurz davor, sich komplett von der Achse zu lösen, der Feuerwehrwagen geriet gefährlich ins Schlingern. Ob die Ursache für die lockeren und teilweise gar nicht mehr vorhandenen Radmuttern in einem Werkstattfehler, einem technischer Defekt oder sogar Sabotage handelt, steht noch nicht fest. Die Feuerwehr hat jedenfalls Strafanzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr erstattet.

Wie es aus dem Rathaus heißt, war das Fahrzeug nach Darstellung des Feuerwehr-Chefs Christopher Rehnert „zunehmend ins Schlingern“ geraten. „Zum Glück sind die Kollegen rechts rangefahren und haben das Fahrzeug kontrolliert“, so Rehnert. Ergebnis: An einem Hinterrad hatten sich fünf der acht Radmuttern vollständig gelöst. Auf der anderen Seite saßen mehrere Muttern locker.

„Wären die Kollegen noch etwas weitergefahren, hätten sich die Felgen und auch die Reifen komplett lösen können. Das hätte extrem gefährlich werden können für meine Kollegen, aber natürlich auch für andere Verkehrsteilnehmer und Fußgänger“, sagt Rehnert. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten, etwa im Einsatzfall, hätten die schweren Felgen und Reifen „förmlich zu Geschossen“ werden können.

Die Feuerwehrleute dokumentierten die Schäden mit mehreren Fotos, bevor sie einen Abschleppdienst anforderten. Nach einer ersten Prüfung lasse sich die Höhe des Schadens auf rund 9000 Euro beziffern. Unter anderem müssen die Radnaben an dem Löschfahrzeug komplett ausgetauscht werden.

Die konkrete Ursache für den Schaden steht noch nicht fest und kann laut Rehnert „nicht mit Sicherheit geklärt werden. Wir hoffen natürlich, dass es eine Panne war“. Allerdings geht die Feuerwehr laut Stadtpressesprecher Sven Prillwitz davon aus, „dass die Radmuttern mutwillig gelöst wurden“. Denn zum einen sei es höchst ungewöhnlich, dass an zwei Rädern gleichzeitig so viele Radmuttern locker saßen oder sogar schon fehlten.

Zum anderen stehe das abschließbare Löschfahrzeug aus Platzgründen neben dem Feuerwehr-Gerätehaus in Oberrahmede an der Straße Im Grund – und sei somit für jedermann erreichbar. Christopher Rehnert: „Sollte wirklich jemand mutwillig die Muttern gelöst haben, muss dieser Person klar sein, damit die Sicherheit und das Leben anderer Menschen aufs Spiel gesetzt zu haben. Und das ist definitiv kein Kavaliersdelikt, sondern eine schwere Straftat.“

Bürgermeister Sebastian Wagemeyer erinnert in einer ersten Stellungnahme daran, dass Rettungskräfte täglich im Einsatz sind, um die Sicherheit ihrer Mitmenschen zu gewährleisten – insbesondere in Not- und Extremsituationen. „Dabei setzen diese Menschen teilweise ihr Leben aufs Spiel, um uns zu helfen und zu retten“, so Wagemeyer. Fahrzeuge vorsätzlich zu sabotieren, sei generell „völlig verantwortungslos und durch nichts zu rechtfertigen – und schon gar nicht, wenn es sich dabei um Einsatzfahrzeuge handelt“.

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