Ein Quintett auf Augenhöhe

Eine fünfköpfige Gruppe aus gleichberechtigten Vorsitzenden steht jetzt an der Spitze der Lüdenscheider Jusos.

LÜDENSCHEID ▪ Auf ein ungewöhnliches, neues Vorstandsmodell einigten sich die Lüdenscheider Jusos am Freitag im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung im Willy-Brandt-Haus am Breitenfeld. Der bisherige Vorsitzende Fabian Ferber, der sein Amt sieben Jahre lang bekleidete, trat nicht mehr zu den Vorstandswahlen an.

Arbeitete Ferber bislang mit mehreren Stellvertretern sowie einem Geschäftsführer zusammen, wurde nun ein Vorstand mit den fünf gleichberechtigten Vorsitzenden Marcus Gawlik, Jörn Kölling, Philipp Widenka, Juliane Müller und Annika Schürholz gewählt. Als Geschäftsführer fungiert Tom Schlanzke. Marcus Gawlik und Juliane Müller waren bereits im alten Vorstand aktiv, alle übrigen kamen neu hinzu.

Ferber zieht ein positives Fazit

Fabian Ferber ließ indes noch einmal seine Amtszeit Revue passieren und zog ein positives Fazit. Seit er im Februar 2003 seine erste Juso-Sitzung mit nur drei Teilnehmern mitgemacht habe, sei die Zahl der engagierten Mitglieder deutlich gestiegen. Die Jusos, so Ferber, hätten sich seither sehr erfolgreich für verschiedene Projekte und Themen eingesetzt, zum Beispiel für den Erhalt des Sternbusses. Darüber hinaus hätten sich die Jungsozialisten immer für den Kampf gegen Rechts engagiert, unter anderem im Rahmen der Demonstration im vergangenen Oktober. Viele Vorschläge der Jusos seien ins Kommunalprogramm der SPD aufgenommen worden. „Aber es gab auch den einen oder anderen Konflikt, weil ich kein einfacher Mensch bin“, gab der scheidende Vorsitzende zu.

Jungsozialisten eine Gemeinschaft von Freunden

Doch letztlich seien die Jungsozialisten in Lüdenscheid immer eine Gemeinschaft von Freunden gewesen. „Die Jusos sollten auch weiterhin immer links stehen, weil links die Zukunft ist“, gab Ferber, der auch weiterhin in der Kommunalpolitik aktiv sein möchte, seinen Genossen mit auf den Weg. „Demokratie lebt davon, dass sich die Menschen in den Partien engagieren“, betonte Fabian Ferber, der den Jusos für die Zukunft ein weiterhin breites inhaltliches Fundament als Sozialdemokraten wünschte. Zum Dank für sein langjähriges Engagement wurde Fabian Ferber abschließend mit zahlreichen Geschenken bedacht, die nicht nur von den Lüdenscheider Mitstreitern, sondern auch von den Jusos aus der Bundeshauptstadt Berlin kamen, mit denen die Jung-Politiker aus der Bergstadt seit vielen Jahren in engem Kontakt stehen. Im Anschluss an den offiziellen Teil feierten die Jusos am Abend noch im IPA-Heim an der Wehberger Straße. ▪ bot

http://www.jusos-luedenscheid.de

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