Punkrock im Doppelpack

Society Off aus Koblenz erinnern musikalisch an die US-Punkrocker Rise Against.

LÜDENSCHEID ▪ Schnell, laut, hart und sozialkritisch geht es Donnerstagabend im Eigenart zur Sache: In dem Club an der Hochstraße teilen sich ab 19 Uhr die Punkrock-Combos Social Distrust und Society Off die Bühne.

Obwohl sie sich erst im Jahr 2006 gründeten und gerade einmal auf ein Durchschnittsalter von knapp 20 Jahren kommen, haben die vier Jungs aus Koblenz bereits über 150 Auftritte in ganz Deutschland gespielt. Und dabei das Vorprogramm für solch namhafte Szenegrößen wie Strike Anywhere, No Use For A Name und Agnostic Front bestritten.

Spätestens seit September vergangenen Jahres gilt das Quartett als feste Größe der deutschen Punk- und Hardcore-Szene: Der erste Longplayer mit dem Titel „Carry Or Collapse“ schlug ein wie eine Bombe und wird seit der Veröffentlichung mit einer Tour durch die ganze Republik beworben. Zuvor veröffentlichten die Koblenzer bereits die Demo-CD „Demonstration“ (2007) und die EP „Nothing´s For Free“ (2009).

Society Off lässt Punk und Hardcore zu einer energiegeladenen Mischung verschmelzen, die sich mit dem Sound der US-Band Rise Against vergleichen lässt. Und auch mit ihren englischsprachigen Texten hauen die vier Jungs in dieselbe Kerbe wie Rise Against und legen den Finger gerne mal in die Wunden der Politik und der Gesellschaft.

Auf dem besten Wege, sich in der Punkrock-Szene einen großen Namen zu machen, sind auch Social Distrust. Das 2002 gegründete Quintett, dessen Mitglieder aus Flape kommen, nennt als Einflüsse die Bands The Hellacopters, US Bombs, Good Riddance und Hot Water Music. Das Resultat: treibender Punkrock, garniert mit einer ordentlichen Portion Schweinerock.

Der ersten Veröffentlichung „The Blackbirds Cry“ aus dem Jahre 2006 folgte drei Jahre später das erste Studioalbum – und „Who Is my Killer?“ erntete beinahe ausschließlich positive und zum Teil gar überschwängliche Kritik.

„Es sind Überraschungen und Neuentdeckungen wie Social Distrust, die Punkrock für mich ewig spannend halten werden“, schrieb etwa eines der größten deutschen Punkrock-Fanzines, das „Plastic Bomb“. Auch bei „Crazy United“ regnete es Lob: „Die super produzierten 10 Songs werden mit einer Souveränität runtergespielt, dass einem die Spucke wegbleibt. Das könnte das x-te Album sein und nicht das erste. Saustarkes Debut...“

Los geht´s am Donnerstagabend um 19 Uhr, der Eintritt für das Konzert im Eigenart kostet fünf Euro. ▪ Sven Prillwitz

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